Streit um Zumwinkel-Ermittlerin: Vorgesetzten von Lichtinghagen droht Strafversetzung

Offiziell ist der Machtkampf beendet – inoffiziell geht er weiter. Nach Zumwinkel-Ermittlerin Lichtinghagen kommt nun auch der Bochumer Behördenchef unter Druck: Er soll sich dafür eingesetzt haben, Gelder an ein Projekt seines Rotary-Clubs zu verteilen. Ihm droht nach SPIEGEL-Informationen schlimmstenfalls die Strafversetzung.

Im Streit um die gescheiterte Zwangsversetzung der Zumwinkel-Ermittlerin Margrit Lichtinghagen sind inzwischen alle Beteiligten beschädigt: Die Staatsanwältin lässt sich an ein Amtsgericht versetzen und wird den Ruf nicht los, Geldbußen zu eigenmächtig verteilt zu haben.

Und auch ihr Rivale, der Bochumer Behördenchef Bernd Schulte, gerät nun in die Kritik – ebenfalls wegen einer Geldzuweisung. Er soll sich für ein Förderprojekt seines Rotary-Clubs eingesetzt haben, die Restaurierung einer Kirche. Gemeinsam mit dem Hammer Generalstaatsanwalt Manfred Proyer muss er sich gegenüber dem Justizministerium zu Presseberichten äußern, die eine außer Kontrolle geratene Staatsanwaltschaft schildern.

Wird Lichtinghagens bisherigen Vorgesetzten ein sogenanntes Aufsichtsversagen nachgewiesen, kann das bis zur Strafversetzung führen.

Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) wird unterdessen von der Opposition vorgeworfen, ihr Haus nicht im Griff zu haben. Lichtinghagen, die mit der Verhaftung von Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel bundesweit bekannt geworden war, hatte am Dienstag mitteilen lassen, dass sie künftig als Richterin an einem Amtsgericht arbeiten wolle. (…weiterlesen…)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/streit-um-zumwinkel-ermittlerin-vorgesetzten-von-lichtinghagen-droht-strafversetzung-a-597278.html

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