Polizist gesteht Griff in Vereinskasse

Essen. Der vor dem Landgericht Essen des Raubes angeklagte Gladbecker Polizist hat gestanden, Gelder seines Schützenvereins veruntreut zu haben. Das bestritt er am ersten Prozesstag. Doch den Überfall auf den Dursty-Getränkemarkt an der Bottroper Straße will er weiter nicht begangen haben.

Er gibt vor, um seine Unschuld zu kämpfen, beschuldigt den Amtsgerichtsdirektor Friedrich Korf, ihm ein Geständnis „abgenötigt” zu haben und stellt andere in den Verdacht, ihn zu Unrecht des Raubes zu verdächtigen. Und dann das: „Warum lügen Sie mich an”, fragt Richter Martin Hahnemann ihn am Freitag.

Der Vorsitzende der XVI. Essener Strafkammer, die über das Schicksal des angeklagten Polizeimeisters entscheiden muss, hat zum zweiten Mal hören müssen, dass der 28-Jährige Ordnungshüter es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Am ersten Prozesstag hatte der Angeklagte noch betont, Alkohol nur in Maßen zu trinken, dann erst auf Nachfrage eine Trunkenheitsfahrt mit 1,4 Promille eingeräumt. Und vehement hatte er die Frage des Richters verneint, ob er im Jahr 2000 Gelder seines Schützenvereins veruntreut habe. Sein Verteidiger Enno Strecker sprach in diesem Zusammenhang sogar von „Verfolgungseifer” der Polizei.
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