Unruhen: Erlebnispädagogik in Kirgistan

In Kirgistan toben verheerende Unruhen. Nach FOCUS-Informationen halten sich Dutzende deutsche Jugendliche in dem Land auf. Sie sollen dort soziale Regeln lernen.

Während vergangene Woche im Süden Kirgistans hunderte Angehörige der usbekischen Minderheit getötet worden sind, halten sich nach Informationen des FOCUS noch immer rund 40 deutsche Jugendliche im Rahmen von erlebnispädagogischen Programmen in dem zentralasiatischen Land auf. Dies bestätigte das Auswärtige Amt.

Es handelt sich um verhaltensauffällige Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren, die von deutschen Jugendämtern in die Obhut kirgisischer Familien gegeben werden. Dort sollen sie fernab der gewohnten Umgebung soziale Regeln lernen. Fünf deutsche Jugendhilfe-Organisationen führen diese Programme durch und betreuen die Teenager vor Ort.

Verantwortlich sind die Jugendämter und Sorgeberechtigten. Angesichts der Unruhen haben sie bis jetzt auf das Urteil der Projektträger vertraut. Die aber reagieren unterschiedlich auf die Gewalt im Land. Da sich die Jugendlichen im bisher sicheren Norden rund um die Hauptstadt Bischkek befinden, warten die meisten noch immer die weitere Entwicklung der Lage ab. Gerd Lichtenberger von der Life Jugendhilfe in Bochum entscheid dagegen, seine drei Jugendlichen unverzüglich aus dem Land zu bringen. „Ich kann das Programm in dieser Situation nicht mehr verantworten“, sagte er FOCUS.

Zumindest ein Jugendamt hat inzwischen reagiert „Wir holen unsere vier Jugendlichen so schnell wie möglich zurück“, erklärte Rainer Mohnfeld vom Jugendamt Minden.

Über eine Million Menschen betroffen

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http://www.focus.de/politik/ausland/unruhen-erlebnispaedagogik-in-kirgistan-_aid_521119.html

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