Jugendamt als Dortmunds Millionengrab

Dortmund.   Die Millionen, die die Dortmunder Jugendverwaltung gleich zu Dutzenden mehr ausgegeben hat, anstatt sie einzusparen – wo sind sie bloß geblieben? Diese allein schon ungeheuerliche Frage ist auch nach fünf Monaten akribischer Ermittlungsarbeit des Rechnungsprüfungsamts noch Lichtjahre von einer zumindest einigermaßen plausiblen Antwort entfernt.

Seit Gerd Bollermann – einst jugendpolitischer Sprecher der SPD im Dortmunder Rat – Regierungspräsident in Arnsberg wurde, ist er noch in keinem Jahr müde geworden, die Dortmunder (Genossen) mit der Nase auf den Hort systematischer Geldverbrennung zu stoßen: Der Produktbereich 6 der Stadtverwaltung. Der ist zuständig ist für die Kinder-, Jugend- und Familienhilfen und dem langjährigen SPD-Kommunalpolitiker Bollermann weitaus besser bekannt als jeder andere Fachbereich. Angesichts des Zuschussbedarfs von 194 Mio Euro in 2010 veranschlagte der Regierungspräsident das Einsparpotenzial auf nicht weniger als 28 Mio Euro pro Jahr.

Geld, so meinte Bollermann in seiner Verfügung zum Dortmunder Haushalt 2010, das eben nicht bei jungen Hilfsbedürftigen ankomme, für die es eigentlich bestimmt ist, und das die Stadt an anderer Stelle doch wohl gut gebrauchen könne. Jedenfalls habe Dortmund in diesem Bereich „die Position einer vorbildlich inhaltlich und dabei wirtschaftlich arbeitenden Kommune verloren“.

Bollermanns Mahnungen und seine Rufe nach Kostenkontrolle und Konsolidierung stießen sowohl bei der Verwaltungsspitze wie auch bei der Politik in Dortmund auf alles – nur auf eines nicht: offene Ohren. Und: Bei der Mehrzahl der Ratsmitglieder lösten sie nicht mal Nachdenklichkeit aus. (…weiterlesen…)

 

http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/millionengrab-jugendamt-id7853029.html

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