Pädophilie bei Frauen: Sexueller Missbrauch an Kindern

„Pulsierende Lust“, „Dauerregung“, „zitternde Schamlippen“. Das neu erscheinende Buch „Tampa“ strotzt nur so von Sex. Aber der pornographische Text ist nicht der einzige Grund, warum der Debutroman von Alissa Nuttings in den USA bereits einen Riesenskandal ausgelöst hat. Es geht es um eine Frau, die besessen vom Sex mit Minderjährigen ist. Pädophile Frauen – das ist immer noch ein Tabuthema, über das dringend geredet werden muss. Denn sexuelle Übergriffe von Frauen an Kindern gibt es viel häufiger als man denkt.

„Kind sexuell missbraucht“ Bei solchen Meldungen denkt man sofort an DEN bösen Täter. Dass auch Frauen sich an Kindern vergreifen, können sich viele gar nicht vorstellen. Mütter, die ihre eigenen Söhne befummeln, oder sich von ihnen eindeutig berühren, oder auch befriedigen lassen? Eine Horrorvorstellung. Aber leider Realität. Pädophile Frauen sind keine seltenen Einzelphänomene. Bis zu zehn Prozent der missbrauchten Kinder sind angeblich Opfer von Frauen, sagt die psychologische Psychotherapeutin Saskia Hayden.

In den letzten Jahren stieg die Zahl der angezeigten Fälle stetig an. Und das sind nur die Fälle bei denen jemand etwas bemerkt hat, oder die Kinder sich getraut haben, über ihren Horror zu sprechen. Denn gerade im Bereich sexuelle Übergriffe von Frauen an Kindern gibt es eine extrem hohe Dunkelziffer. Mehrere Studien auch aus anderen Ländern wie der USA, Großbritannien und Schweden gehen auch davon aus, dass jeder zehnte Missbrauchsfall von einer Frau ausgeht.

Warum hören wir denn so selten von pädophilen Frauen? Warum landen nur so wenige Täterinnen vor Gericht? Es ist immer noch ein Tabuthema. Die Mutter missbraucht ihr eigenes Kind? Wir haben immer noch die Vorstellung, dass doch die Mama für das Kind der Inbegriff von Liebe, Geborgenheit und Schutz ist. Dass ausgerechnet sie ihrem Kind perverse Gewalt antut, scheint einfach zu abwegig. Das kann und darf einfach nicht sein!

Selbst wenn es ein Kind schafft zu erzählen, dass die eigene Mutter sich an ihm vergreift, wird das oft gar nicht geglaubt. Aber so weit, dass überhaupt jemand vom Missbrauch erfährt, kommt es ja meist gar nicht. Denn die wenigsten Kinder reden überhaupt mit irgendjemand darüber. Weil sie zwar ahnen, es aber sofort verdrängen, dass die Mutter etwas Schlimmes macht. Egal wie pervers es ist. Wenn die Mama sagt, dass das so sein muss, dann glaubt das Kind das natürlich. Auch wenn es spürt, dass das ganz und gar nicht richtig ist.

Auch aus diesen widersprüchlichen Gefühlen entstehen dann seelische Störungen, unter denen die Betroffenen oft ein Leben lang leiden. Außerdem gehört es oft dazu, dass die Mutter das Kind möglichst von anderen isoliert. Erst im Erwachsenenalter reden von den eigenen Müttern missbrauchte Opfer darüber oder zeigen es sogar an. Deshalb sind die weiblichen Pädophilen, die zeitnah durch ihre Übergriffe auffallen, oder angezeigt werden, auch nicht die Mütter, sondern meistens Frauen, die die Kinder in ihrer Obhut haben. Weibliche Verwandte oder Aufsichtspersonen. Da merken die Kinder, dass das nicht richtig ist, was ihnen angetan wird, und sie reden auch eher drüber.

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