Vormund erhebt schwere Vorwürfe gegen Pflegefamilie

Dortmund.  Der Vormund eines Pflegekindes erhebt schwere Vorwürfe gegen das Dortmunder Jugendamt. Die Juristin Monica De Santis kritisiert, dass die sechsjährige Sandra von ihrer Pflegefamilie vor die Tür gesetzt wurde, ohne dass man ihr als Vormund vorher Bescheid gesagt habe.

Eine Dortmunder Pflegefamilie soll ein sechsjähriges Mädchen einfach vor die Tür gesetzt haben — angeblich, um Platz für ein anderes Kind zu machen. Das vermutet die Juristen Monica De Santis. Dem Jugendamt wirft sie „Gefährdung des Kindeswohls“ vor. Ihren Beschwerdebrief schickte sie auch an den Kinder- und Jugendausschuss.

Was war geschehen? Pflegekind Sandra war in einer sogenannten Dauerpflegefamilie untergebracht, wo das Mädchen, soweit erforderlich, bis zu seiner Volljährigkeit bleiben sollte. Aber die Pflegefamilie, in der Sandra bereits seit fünf Jahren lebte, reklamierte plötzlich Verhaltensauffälligkeiten. Die Familie erklärte Silvia De Santis gegenüber, die gerade als Vormund von Sandra eingesetzt worden war, das Kind sei umgehend aus dem Haushalt zu nehmen oder es werde am folgenden Tag mit all seinen Sachen dem Jugendamt Dortmund übergeben.

„Sandra teilte mir mit, dass sie am nächsten Tag umziehen werde. Die Tasche sei schon gepackt. Wohin sie ziehen werde, wisse sie noch nicht. Die Pflegemutter habe ihr gesagt, dass sie sie nicht mehr wiedersehen werde“, empört sich De Santis. „Um weiteren Schaden für das Kind zu vermeiden, war ich gezwungen, Sandra mitzunehmen“, sagt die Juristin.

Amt: „Das Kindeswohl ist bei uns ein ganz hohes Gut“

Musste Sandra einem Bereitschaftskind weichen?

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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/setzte-pflegefamilie-sandra-6-einfach-vor-die-tuer-id9343087.html

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