KÖLN: Selbstmord trotz Sonderbewachung

Im Streit soll ein 63-Jähriger seinen Freund erschossen haben und kam wegen Verdachts auf Totschlag in Untersuchungshaft. Der mutmaßlicher Todesschütze hat sich am Donnerstagmorgen in seiner Zelle in der JVA erhängt.

Es war das tragische Ende einer engen Freundschaft: Monatelang pflegte ein 39 Jahre alter Mann seinen kranken Freund (63) in einer Wohnung an der Mathildenstraße in Deutz. Im Streit soll der 63-Jährige seinen Freund erschossen haben und kam wegen Verdachts auf Totschlag in Untersuchungshaft. Gestern eine neue dramatische Nachricht: Um 4.52 Uhr am Morgen wurde der mutmaßliche Schütze tot in seiner Zelle im „Klingelpütz“ entdeckt. Er hatte sich mit seinem eigenen Gürtel an einem Fenstergitter erhängt. Der stark sehbehinderte Mann stand in der Justizvollzugsanstalt Ossendorf unter besonderer Beobachtung. Er galt als latent suizidgefährdet und wurde in „mindestens 15-minütigen Abständen beobachtet“, wie Wolfgang Schrievers, stellvertretender Leiter der Haftanstalt, erklärt.

Genau 13 Minuten nach der vorangegangenen Kontrolle in der Zelle wurde der 63-Jährige von einer Wachtmeisterin tot aufgefunden – der alarmierte Notarzt konnte dem Häftling nicht mehr helfen. „Obwohl der Mann latent suizidgefährdet war, hatte er noch Lebensmut. Er hatte sogar vorsichtige Pläne für die Zukunft. Nach unserer Einschätzung hatte er noch nicht mit allem abgeschlossen“, sagte Schriever weiter.

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http://www.rundschau-online.de/koeln/jva-selbstmord-trotz-sonderbewachung,15185496,27876190.html

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Dessauer Richter wegen Rechtsbeugung verurteilt

Für das nachträgliche Verfälschen seiner Urteile ist ein suspendierter Dessauer Richter zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Er habe sich der Rechtsbeugung und der schweren Urkundenfälschung schuldig gemacht, sagte die Vorsitzende Richterin am Landgericht Halle. Der Mann war angeklagt, als Vorsitzender Richter einer Berufungsstrafkammer fünf Urteile im Nachhinein schriftlich ergänzt zu haben. Dadurch seien für Verurteilte die Chancen gesunken, mit einer Revision gegen das Urteil vorzugehen.

http://www.sueddeutsche.de/news/panorama/prozesse-dessauer-richter-wegen-rechtsbeugung-verurteilt-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-140717-99-00250

Unbefriedigender Bordellbesuch: 18-Jähriger rastet aus

Ein Bordellbesuch in Neu-Ulm endete für einen 18-Jährigen mit einer Pleite. Der junge Mann hatte mit Kumpels in einem FKK-Club Whiskey getrunken. Dann lief nichts und er rastete aus.

Der Besuch eines einschlägigen Etablissements in Neu-Ulm endete für einen 18-Jährigen aus einer Landgemeinde südlich von Günzburg mit einer unbefriedigten Pleite. Den Frust darüber ließ der Angetrunkene an einem Auto vor dem Bordell aus. Mit einem Faustschlag hieb der 18-Jährige eine Delle in einen Geländewagen. Für diese Sachbeschädigung am 9. Februar stand er gestern in Günzburg vor dem Jugendschöffengericht.

Der junge Mann ließ durch seinen Anwalt Alexander Grob erklären, dass er die Tat einräume: „Es war eine Dummheit von mir, ich bereue es auch“, sagte der Angeklagte. Er hatte in dem FKK-Club mit Kumpels eine Flasche Whiskey geleert. Richter Roland Groß wollte Näheres wissen. „Ich war sauer. Es ist mir ein bisserl peinlich, hab’s ausprobiert und es hat nicht so geklappt, wie ich es wollte“, gab der 18-Jährige zu. „Sex und Alkohol passen eben nicht so gut zusammen“, bemerkte Richter Groß trocken. …

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