Polizist wegen Körperverletzung im Amt angeklagt

Ein Beamter der Polizeiinspektion Illertissen muss sich in gut einem Monat wegen Körperverletzung im Amt vor Gericht verantworten.

Nach Informationen unserer Zeitung soll der Polizist im Frühjahr bei einer Verkehrskontrolle in Bellenberg einem Jugendlichen Pfefferspray ins Gesicht gesprüht haben, nachdem dieser ein Anhaltesignal der Beamten ignoriert hatte. Die Ordnungshüter hatten den Jugendlichen stoppen wollen, weil dieser mit seinem Mofa augenscheinlich schneller als mit den erlaubten 25 Stundenkilometern unterwegs war. Dem Vernehmen nach verfolgten ihn deshalb die Polizisten mit ihrem Streifenwagen. Als das Polizeiauto auf gleicher Höhe mit dem flüchtigen Mofafahrer war, soll der auf dem Beifahrersitz sitzende Beschuldigte Pfefferspray in das geöffnete Helmvisier des Zweiradlenkers gespritzt haben. Daraufhin habe der Jugendliche die Kontrolle über das Gefährt verloren und habe mit seinem Gefährt den Streifenwagen touchiert.

Wie bei derPolizeiseit einiger Zeit üblich, wurde der Vorfall dem bayerischen Landeskriminalamt in München gemeldet, in dem es eine eigene Abteilung für Ermittlungen bei Beamten-Delikten gibt. Nach Abschluss dieser Untersuchungen erhob die Staatsanwaltschaft Anklage. Bei der Verhandlung vor dem Amtsgericht Neu-Ulm wird es unter anderem um die Frage gehen, ob der angeschuldigte Polizist verhältnismäßig gehandelt hat, als er das Reizgas einsetzte.


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