Zollbeamter fliegt aus dem Dienst

München – Anstatt sich in seiner vom Arbeitgeber genehmigten Auszeit um die Familie zu kümmern, zockte Walter K.* (62) dreist Anleger ab. Dafür gab’s gestern vorm Verwaltungsgericht die Quittung!

Der Zollbeamte war von 1997 bis 2009 aus familiären Gründen beurlaubt, arbeitet später nur noch Teilzeit. Doch der Zoll-Beamte nutzte diese berufliche Auszeit auf seine ganz eigene Art: Er soll mindestens 84 Anleger um ihr Geld betrogen haben. Von diesen Nebenher-Geschäfte wusste sein Arbeitgeber nichts. Schaden: knapp 3 Millionen Euro.

►Der Hauptsekretär (damals Teilzeitgehalt rund 1600 Euro brutto) bekam aus den Deals zirka 300000 Euro an Provisionen. Die soll er vom Millionenbetrüger Ulrich Engler (52) erhalten haben, für den Walter K. die krummen Geschäfte abwickelte. Engler galt als abgebrühtester Betrüger Europas. Sogar das FBI jagte ihn.

Engler wanderte acht Jahre, sechs Monate in den Knast. Walter K. hatte zunächst mehr Glück: Er wurde vorm Amtsgericht Augsburg zu „nur“ elf Monaten Bewährung verknackt.

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