Richter übt scharfe Kritik an Verwaltung Gelsenkirchen

Gelsenkirchen. Eine Betreuerin klagte vor dem Verwaltungsgericht. Zudem hatte die Stadt Gelsenkirchen dem Gericht Akten vorenthalten. Urteil: Die Verwaltung muss die Kosten für Heimbetreuung von drei Kindern weiter übernehmen.

Es geht um Emotionen, Erziehung und das Wohl von Kindern. Auf 2000 Seiten sind die Lebensläufe von drei Kindern, 11, 13 und 15 Jahre alt, festgehalten. Dr. Duesmann, Vorsitzender der 2. Kammer im Verwaltungsgericht, hat zu entscheiden, ob die Stadt Gelsenkirchen die Kosten für die Heimunterbringung der Kinder weiter übernehmen muss. Die Betreuerin hatte gegen den städtischen Bescheid geklagt, die Kostenübernahme zum Schuljahresende 2014 einzustellen.

Der chronisch psychisch erkrankten Mutter wurde im Mai 2012 das Sorgerecht entzogen und auf die Betreuerin übertragen. Die Kinder drohten zu verwahrlosen, sie trugen immer dieselbe Kleidung, die Wohnung war verdreckt, es mangelte an Körperhygiene. Auch der Vater, der in Sindelfingen lebt, eignete sich nach den Erkenntnissen eines Gutachters nicht als Erziehungsperson. Das Familiengericht schloss eine Sorgerechtsübertragung aus, hielt es für nicht vereinbar mit dem Kindeswohl. (…weiterlesen…)

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/richter-uebt-scharfe-kritik-an-verwaltung-gelsenkirchen-id9821421.html

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