Richterin vor Gericht: Seltsame Praktiken

Im Prozess gegen eine Richterin wegen Steuerhinterziehung kamen seltsam scheinende Praktiken heraus. Ihr Verein soll Spendenquittungen für „Übungsleiter“ ausgestellt haben.

Ein Jugendbetreuer, der weder Geld noch Spendenquittung vom Verein haben wollte, und eine „Übungsleiterin“, die gar keine Übungen leitete und für die trotzdem Spendenquittungen ausgestellt wurden: Gestern am zweiten Tag im Prozess wegen Steuerhinterziehung gegen die Amtsrichterin und Vorsitzende des Sportvereins Biburg, Marieluise T., 57, brachten Zeugen seltsam scheinende Praktiken der steuersparenden Aufwandsentschädigung für Vereinsmitglieder zur Sprache.

Eine 59-Jährige, die bereits einen Übungsleiterschein besessen hatte, gehörte einer Tanzgruppe des Vereins an. Für sie stellte die Angeklagte Spendenquittungen bis zu einer Höhe von 900 Euro pro Jahr aus. „Was war denn Ihre Tätigkeit?“, wollte Richter Michael Nißl, Vorsitzender des Schöffengerichts, von der Zeugin wissen.

„Ich war eigentlich nur da und habe mitgetanzt“

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