Geiselnahme: Spoorendonk weist Kritik zurück

Zwei Wochen nach der Geiselnahme in der JVA Lübeck hat sich Justizministerin Anke Spoorendonk (SSW) am Mittwoch im im Innen- und Rechtsausschuss des Landtages vor die Anstaltsleitung gestellt. Aus Spoorendonks Sicht haben sich alle Beteiligten an Heilig Abend richtig verhalten. Die Bediensteten hätten beherzt und professionell gehandelt und die Situation geklärt, sagte die Justizministerin. Anschließend seien alle Verantwortlichen rechtzeitig informiert worden. Die Lübecker Polizei hatte erklärt, erst einen Tag nach dem Vorfall über die Geiselnahme informiert worden zu sein.

Gefangene auf Leben in Freiheit vorbereiten

Schwerpunkt-Thema im Innen- und Rechtsausschuss war am Mittwoch die Reform des Strafvollzugs in Schleswig-Holstein. Im Mittelpunkt steht dabei das Ziel, Gefangene frühzeitig und besser auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten. Spoorendonk stellte die Eckpunkte ihres Gesetzentwurfes vor. Es gehe nicht darum, einen Kuschelvollzug zu erarbeiten, unterstrich die Ministerin. Je besser die Wiedereingliederung in die Gesellschaft gelinge, desto niedriger sei die Wahrscheinlichkeit neuer Straftaten, sagte Spoorendonk. „Sicherheit bekommt man nicht durch Wegschließen.“

Spoorendonk: Kinder von Gefangenen mitdenken

So soll auch das Familienleben von Gefangenen künftig stärker in den Fokus rücken. „Wir haben in der Bundesrepublik zwischen 50.000 und 100.000 Kindern, die ein Elternteil in Haft haben“, erklärte die Ministerin. Dennoch seien diese Kinder bisher „gar nicht mitgedacht“ worden. „Wir wissen aber, wie wichtig es für Gefangene ist, in ihre Familien zurückzukommen“, betonte Spoorendonk.

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http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Geiselnahme-Spoorendonk-weist-Kritik-zurueck,strafvollzug110.html

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