Ansturm auf Ratssitzung zu Gelsenkirchener Jugendamtsaffäre

Gelsenkirchen. Die Aufarbeitung der Vorwürfe an die Jugendamtsleitung der Stadt Gelsenkirchen, mit Kinder Kasse gemacht zu haben, sorgte für großes Interesse.

Der Ratssaal im Hans-Sachs-Haus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Zahlreiche Journalisten verfolgten am Montag über vier Stunden die Sondersitzung des Gelsenkirchener Hauptausschusses, die von Oberbürgermeister Frank Baranowksi (SPD) einberufen worden war, um die Politik über den letzten Stand in Sachen Monitor-Berichterstattung „Mit Kindern Kasse machen?“ zu bringen. Viele interessierte Bürger, die keinen Platz mehr auf der Zuschauer-Galerie fanden, saßen im Bürgerforum und verfolgten dort den Sitzungsverlauf per Audio-Übertragung.

Im Zentrum der Monitor-Vorwürfe gegen die seit vergangenen Freitag freigestellten Leiter des Gelsenkirchener Jugendamtes, Alfons Wissmann und Thomas Frings , steht so etwas wie eine Dreiecksbeziehung. Die beiden sollen gezielt das Heim St. Josef in der Altstadt mit Kindern überbelegt haben, damit es mehr Geld verdient. Dafür soll St. Josef Kinder, die nicht in der Obhut des Gelsenkirchener Jugendamtes standen, zu intensivpädagogischen Maßnahmen nach Pecs in Ungarn geschickt haben. Dort wiederum hatten Wissmann und Frings im Jahr 2004 die Neustart kft gegründet und selbst ein Heim betrieben.

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