Behördlicher Hang zum Selbstbetrug

Seit der Einführung des neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrechtes (KESR) im Jahr 2013 stehen die neu geschaffenen Behörden, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB), in grosser Kritik. Die Kinderanwaltschaft hat in diesen Tagen zuhanden der Presse einen Persilschein für die Behörde ausgestellt.

«Wenn Du für ein Jahr voraus planst, pflanze Reis. Planst Du für 10 Jahre, dann pflanze einen Baum. Planst Du aber für 100 Jahre, dann erziehe einen Menschen» bringt es ein asiatisches Sprichwort auf den Punkt. Seit J.-J. Rousseau, dem schrecklichsten aller Väter, der seine Geliebte dazu zwang, jedes der fünf gemeinsamen Kinder erbärmlich in Waisenhäusern verelenden zu lassen, dafür aber den Erziehungsroman für die Moderne schrieb, wohnt jedem behördlichen Griff auf Kinder ein Schrecken inne. Zu recht, wenn man mit den von der neuen Kinderschutzbehörde betroffenen Kinder und Eltern redet. Rousseau und die KESB passen vor allem auch philosophisch zusammen. Beiden wohnt ein totalitärer Geist inne, der jede, aber auch nur als Anflug geäusserte, Kritik nicht nur persönlich nimmt, sondern einen Rachefeldzug gegen die Kritikerinnen und Kritiker unternimmt, den ich so noch nie erlebt habe. Als Zoe Jenny es wagte, in der Diskussionssendung «Arena» KESB-kritische Voten zu äussern, kriegte sie prompt Post der Behörden zwecks Überprüfung ihrer elternschaftlichen Verhältnisse. Es ist wohl nur dem Engagement von Jenny und dem grossen Pressewirbel zu «verdanken», dass Jenny weiterhin «ungestraft» Mutter sein darf. Jenny wohnt seit dieser Geschichte trotzdem im Ausland – eine Option, die leider vielen von der KESB betroffenen Eltern nicht offen steht.

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http://www.news.ch/Behoerdlicher+Hang+zum+Selbstbetrug/661087/detail.htm

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