Jugendamtsskandal – Gelsenkirchen vor juristischen Schritten

Gelsenkirchen. Der Stadt Gelsenkirchen liegen neue Unterlagen zum Jugendamtsskandal vor. Oberbürgermeister Baranowski bereitet nun juristische Schritte vor.

Am Donnerstag gewährte der WDR der Stadt Einblick in weitere Unterlagen zum Jugendamtsskandal . Sie enthalten Hinweise, die so schwer wiegen, dass Oberbürgermeister Baranowski (SPD) in Abstimmung mit Rechtsdezernent Schmitt juristische Schritte verabredete. Auf Nachfrage der WAZ hieß aus dem Hans-Sachs-Haus, dass sich die Verwaltung im Moment öffentlich nicht weiter äußern wolle, um die Verfahrensabläufe nicht zu gefährden.

Am Freitag sprach der OB auch mit Vertretern der St. Augustinus GmbH und dem Vorstand des Kinderschutzbundes (KSB) über die Vorgänge rund um die Neustart kft in Ungarn. Dabei ging es um Hintergründe zu Verbindungen zwischen KSB, dem St. Josef-Heim, der Neustart kft und der Stadt. Weitere Treffen seien vereinbart, hieß es dazu. Auch die Recherchen der Stadt in Ungarn würden fortgeführt. Die Einsicht in Grundbuch- und Geschäftsunterlagen benötige aber Zeit. Informationen durch das beauftragte Wirtschaftsprüfungsunternehmen würden in Kürze erwartet.

Die Politik will von der Stadtverwaltung auf den neuesten Stand der Entwicklungen in Sachen Jugendamtsskandal gebracht werden. Die CDU-Fraktion beantragte daher am Freitagmorgen eine weitere Sondersitzung des Hauptausschusses. Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) teilte dazu Freitagmittag den nächsten Termin mit: Dienstag, 12. Mai, 18 Uhr im Ratssaal des Hans-Sachs-Hauses. Die Sitzung ist öffentlich. (…weiterlesen…)
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