Jugendamtsskandal – Gelsenkirchen vor juristischen Schritten

Gelsenkirchen. Der Stadt Gelsenkirchen liegen neue Unterlagen zum Jugendamtsskandal vor. Oberbürgermeister Baranowski bereitet nun juristische Schritte vor.

Am Donnerstag gewährte der WDR der Stadt Einblick in weitere Unterlagen zum Jugendamtsskandal . Sie enthalten Hinweise, die so schwer wiegen, dass Oberbürgermeister Baranowski (SPD) in Abstimmung mit Rechtsdezernent Schmitt juristische Schritte verabredete. Auf Nachfrage der WAZ hieß aus dem Hans-Sachs-Haus, dass sich die Verwaltung im Moment öffentlich nicht weiter äußern wolle, um die Verfahrensabläufe nicht zu gefährden.

Am Freitag sprach der OB auch mit Vertretern der St. Augustinus GmbH und dem Vorstand des Kinderschutzbundes (KSB) über die Vorgänge rund um die Neustart kft in Ungarn. Dabei ging es um Hintergründe zu Verbindungen zwischen KSB, dem St. Josef-Heim, der Neustart kft und der Stadt. Weitere Treffen seien vereinbart, hieß es dazu. Auch die Recherchen der Stadt in Ungarn würden fortgeführt. Die Einsicht in Grundbuch- und Geschäftsunterlagen benötige aber Zeit. Informationen durch das beauftragte Wirtschaftsprüfungsunternehmen würden in Kürze erwartet.

Die Politik will von der Stadtverwaltung auf den neuesten Stand der Entwicklungen in Sachen Jugendamtsskandal gebracht werden. Die CDU-Fraktion beantragte daher am Freitagmorgen eine weitere Sondersitzung des Hauptausschusses. Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) teilte dazu Freitagmittag den nächsten Termin mit: Dienstag, 12. Mai, 18 Uhr im Ratssaal des Hans-Sachs-Hauses. Die Sitzung ist öffentlich. (…weiterlesen…)

Vergeltungsplan nach Kriegsende „Nehmt Rache!“

Erbittert hatte Abba Kovner gegen die Nationalsozialisten gekämpft. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wollte der jüdische Partisan Rache für den Holocaust nehmen – mit der Vergiftung von Millionen Deutschen.

Der Krieg war aus, jetzt kam die Zeit der Rache. Rund 50 jüdische Männer und Frauen sammelte Abba Kovner um sich. Sie hatten wie er als litauische Partisanen gegen die deutschen Besatzer gekämpft oder ein Konzentrationslager im Osten überlebt. „Wir müssen der Welt zeigen, dass niemand so viel Blut vergießen kann, ohne dafür entsprechend zu zahlen“, schwor Kovner sie ein. Blut für Blut.

Wie die Deutschen wollten sie wahllos töten: Männer, Frauen, Alte, Kleinkinder, Säuglinge. Und sie wollten möglichst genauso viele Deutsche töten, wie die Deutschen Juden getötet hatten. „Dahm Israel Nakam“ nannte Kovner seine Gruppe – „Das Blut Israels wird über euch kommen“. Sie wollten Rache üben im Namen der vielen Juden, die während des Holocausts in Synagogen und jüdischen Wohnvierteln ihre Verzweiflungsschreie an die Wände geschrieben hatten: „Wir werden ermordet, nehmt Rache!“

Gift in Milchkonserven

Aber wie Rache nehmen für Millionen ermordeter Juden? Ganz einfach, sagte Kovner: Sie müssten nur in einigen deutschen Großstädten das Trinkwasser vergiften. Dieses Vorhaben beschreiben Jim G. Tobias und Peter Zinke in ihrem Buch „Nakam. Jüdische Rache an NS-Tätern“. Kovner reiste nach Palästina, um sich Gift zu besorgen. Und Kovner, der glühende Zionist, wollte David Ben-Gurion, den Zionistenführer, der erster Ministerpräsident Israels werden sollte, über seine Rache an den Deutschen informieren. Wenige Monate nach Kriegsende kam Kovner in Tel Aviv an.

Verrat in Toulon?

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