Jugendhilfe-Skandal: Bochumer LIFE Jugendhilfe gerät weiter unter Druck

Im Fall der Jugendhilfemaßnahmen im Ausland wird es Zeit für ein Update: Den Jugendamtsleitern in Gelsenkirchen wurde fristlos gekündigt, sofern diese nicht einer Aufhebung des Arbeitsvertrages zustimmen (WAZ vom 13.05.15), das Jugendamt in Dorsten hat die Maßnahme für Paul beendet.

Er wird in der kommenden Woche zu den in der Monitor-Reportage gezeigten entfernten Verwandten in Deutschland ziehen. So verglichen sich die Mutter und das Jugendamt vor dem Familiengericht (Pressemitteilung Stadt Dorsten).

Informationen des Jugendamtes Bochum

Was hat sich in Bochum getan? Es gab drei Anfragen der Politik an die Verwaltung zu den Maßnahmen des Bochumer Jugendamtes im Ausland. FDP/ UWG, STADTGESTALTER und Piraten hatten eine gemeinsame Anfrage gestellt, CDU und Grüne jeweils eine eigene (Tagesordnungspunkte 4.7 – 4.9 https://session.bochum.de/bi/to0040.php?__ksinr=6712). Die SPD und die anderen Fraktionen stellten keine schriftlichen Anfragen.

Die Sozialdezernentin und das Jugendamt beantworteten in einer Mitteilung und einer öffentlichen Informationsveranstaltung für die Ratsmitglieder die gestellten Fragen ausführlich. Die Handlungsweisen beim Jugendamt Bochum hinsichtlich der Jugendhilfe-Maßnahmen im Ausland scheinen – anders als in Gelsenkirchen oder Dorsten – korrekt, nachvollziehbar und fallbezogen erfolgt zu sein.

Der Ablauf, der zu einer solchen Maßnahme führt und die Kontrolle erscheinen gut organisiert und wirksam zu sein. Das Jugendamt wird zu einigen Fragen noch schriftlich antworten, deren Beantwortung kurzfristig noch nicht möglich war.

Individualpädagogische Maßnahmen im Ausland sind für Jugendliche, im Ausnahmefall auch schon für Kinder, ein letzter Ausweg, um ihr Leben in den Griff zu bekommen. Sie sind im Gegensatz zu anderen Jugendhilfemaßnahmen sehr erfolgreich. Die belegt eine Reihe von Studien.

Nicht entkräftet werden konnte der Verdacht, dass die Träger, darunter die Life Jungendhilfe GmbH des SPD-Ratsmitgliedes Gerhard Lichtenberger, den Jugendämtern entsprechende Maßnahmen zu beträchtlich überhöhten Preisen verkauft haben und die Jugendämter nicht in der Lage sind, die tatsächlichen Kosten der Träger abzuschätzen.

Gegenüber den Jugendämtern geben die Träger in ihren Leistungsbeschreibungen Tagessätze z.B. für Unterkunft, Verpflegung, Betreuung u.ä. an. Wie viel der Betreuer vor Ort von diesen Sätzen tatsächlich erhält und wie viel davon der private Träger vereinnahmt, geht aus diesen Sätzen jedoch nicht hervor.

Der Fall Paul

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http://www.huffingtonpost.de/volker-steude/jugendhilfeskandal-bochum-life_b_7282814.html

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