Frederikes Mörder wird wohl nie verurteilt

Recht und Gerechtigkeit – dazwischen klafft bisweilen eine gewaltige Lücke. Hans von Möhlmann sieht sich von einem solchen Fall in besonderer Weise betroffen. Fast 35 Jahre ist es her, dass er seine Tochter Frederike verlor. Die damals 17-Jährige war 1981 in einem Waldstück bei Hambühren im Landkreis Celle vergewaltigt und anschließend mit mehreren Messerstichen getötet worden. Der mutmaßliche Mörder, ein heute 56 Jahre alter Mann, wurde seinerzeit freigesprochen, weil ihm mit dem damaligen Stand der Kriminaltechnik die Tat nicht mit hinreichender Sicherheit nachgewiesen werden konnte. Heute ist man schlauer – wie neueste DNA-Beweise des Landeskriminalamtes in Niedersachsen zeigen. Doch zu einer Wiederaufnahme des Strafprozesses wird es trotz erdrückender Beweislage nicht kommen, denn es gibt eben jenen Freispruch aus dem Jahr 1983. Und den deutschen Rechtsgrundsatz, dass ein rechtskräftiges Urteil vor einer erneuten Anklage in derselben Sache schützt. „Für mich ist es unerträglich, dass er noch immer frei herumläuft“, sagt von Möhlmann gegenüber der NDR Sendung Hallo Niedersachsen. Er findet eindeutige Worte: „Den Glauben an einen Rechtsstaat habe ich verloren.“ (…weiterlesen…)

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Frederikes-Moerder-wird-wohl-nie-verurteilt,frederike110.html

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Zweiter Suizid dieses Jahr in Tübinger Untersuchungshaft

Ein 44-jähriger Mann hat sich am Wochenende in der Tübinger Untersuchungshaft das Leben genommen. Dies war der zweite Suizid dieses Jahr in der Haftanstalt in der Doblerstraße.

Tübingen. Der Mann aus dem Landkreis Calw war seit Januar wegen Mordverdachts in Haft – zunächst im Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg, dann in Stuttgart Stammheim und seit 11. Mai in der Tübinger Außenstelle der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rottenburg. Dort fanden Justizbeamte den 44-Jährigen am Sonntagmorgen tot in seiner Zelle, laut Staatsanwaltschaft mit einem Gürtel am Stockbett erhängt. Die Obduktion am Dienstag ergab, dass er in der Nacht zum Sonntag starb. Weil er, offenbar auf eigenen Wunsch, allein in der Zelle untergebracht war, schließt die Staatsanwaltschaft Fremdverschulden aus. (…weiterlesen…)

http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/tuebingen_artikel,-Zweiter-Suizid-dieses-Jahr-in-Tuebinger-Untersuchungshaft-_arid,303209.html

Göttinger Fälscher geht in Berufung

Mit einer milden Strafe von 150 Tagessätzen zu je 100 Euro wegen Urkundenfälschung und Amtsanmaßung ist im August ein ehemaliger Notar und Göttinger Rechtsanwalt davon gekommen, der ein Urteil des Landgerichts und diversen Schriftverkehr gefälscht hat. Doch damit ist der 59 Jahre alte Jurist noch nicht zufrieden. (…weiterlesen…)

http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Goettinger-Faelscher-geht-in-Berufung