Nach Misshandlungsvorwürfen gegen Jugendhilfe Eifel

Familiengruppe Daleiden dicht

In der Einrichtung der Jugendhilfe Eifel in Daleiden werden keine Kinder mehr untergebracht. Das Landesjugendamt entzog dem Betreiber am Freitag die Betriebserlaubnis.

Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt, weil Kinder mehrfach in unzulässiger Weise bestraft worden sein sollen. Aus Mitarbeiterkreisen hieß es gegenüber dem SWR, ein Junge sei in einem Fall über zwei Tage zur Strafe in einem unsanierten Teil der Einrichtung untergebracht worden. Er habe von der Gruppenleitung nur Wasser und Brot bekommen. Dieser Teil des Gebäudes soll „Der verbotene Gang“ genannt worden sein. Die für die Maßnahmen Verantwortlichen sollen vom Betreiber inzwischen die Kündigung bekommen haben. Alle Kinder wurden aus der Einrichtung herausgenommen.

Der Betreiber der Jugendhilfe Eifel kündigte am Samstag an, die Begründung für den Entzug der Betriebserlaubnis prüfen zu wollen. Man erhoffe sich eine zeitnahe und wahrheitsgemäße Klärung, teilte die Gesellschaft dem SWR mit.

Strafanzeige des Landesjugendamtes

Das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung hatte die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft mit einer Strafanzeige in Gang gesetzt. Es spricht von einem Verstoß gegen Kinderrechte in der Einrichtung in Daleiden (Kreis Bitburg-Prüm). Es gebe konkrete Anhaltspunkte, dass der Träger zu wenig und nicht ausreichend qualifiziertes Personal eingesetzt habe. Das Landesjugendamt ist nach Aussage seiner Leiterin jetzt dabei, Personalmeldungen auch für andere Einrichtungen des Trägers zu überprüfen.

30 Standorte …

Geschäftsmodell Kind? …

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Freispruch nach sieben Jahren Untersuchungshaft

Ein Telefonat, von dem auch nach 22 Jahren unklar ist, ob es so stattgefunden hat, hat einem heute 60-Jährigen fast sieben Jahre in Untersuchungshaft beschert. Jetzt wurde er freigesprochen.

Nach fast sieben Jahren in Untersuchungshaft hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht einen Angeklagten vom Vorwurf des Mordes freigesprochen. Das Gericht habe den Hauptbelastungszeugen in der Türkei trotz intensiver Bemühungen nicht vernehmen können, sagte die Vorsitzende Richterin Barbara Havliza am Freitag.

Dem 60-jährigen Angeklagten war vorgeworfen worden, als Führungskader der linksterroristischen Dev Sol von Deutschland aus einen Anschlag in Istanbul befohlen zu haben, bei dem 1993 zwei Polizisten und drei der Attentäter getötet worden waren.

In den 80er-Jahren hatte der Staatenlose bereits wegen anderer Vorwürfe vier Jahre ohne Urteil in türkischer Haft verbracht. Er sei in der Türkei damals auch gefoltert worden, erklärte sein Verteidiger Peter Budde. Nun steht ihm wegen der U-Haft eine Entschädigung zu. (…weiterlesen…)

http://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/freispruch-nach-sieben-jahren-untersuchungshaft/ar-BBk88lp?ocid=iehp