Jugendamt schickt 13-Jährigen zur Erziehung nach Kirgisistan

Im fernen Kirgisistan hat das Kreisjugendamt einen 13-Jährigen untergebracht, weil er hierzulande „pädagogisch nicht zu erreichen“ sei. Gefahr für den Jugendlichen sieht der Kreis trotz einer bestehenden Reisewarnung der Bundesregierung nicht.

Rhein-Sieg-Kreis. 6000 Kilometer von Siegburg entfernt hat das Kreisjugendamt einen pädagogischen Problemfall untergebracht. Ein 13-jähriger Junge aus dem Kreis lebt seit April bei einer Deutsch sprechenden Familie in Kirgisistan, die ihn auffangen soll, nachdem hierzulande alle erzieherischen Anstrengungen erfolglos waren. Zu dieser beispiellosen Maßnahme gibt es jetzt indes kritische Fragen von Politikern. Denn die ehemaligen Sowjetrepublik in Zentralasien ist kein ungefährliches Land.

Der Hinweis auf der Internetseite des Bundesaußenministeriums ist unmissverständlich: „Bei Reisen innerhalb ganz Kirgisistans wird zu Vorsicht geraten. Gewaltsame Zusammenstöße, beispielsweise im Rahmen von Demonstrationen im Zusammenhang mit innenpolitischen Entwicklungen in Kirgisistan, können im gesamten Land nicht ausgeschlossen werden“, heißt es in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes für das zentralasiatische Land. Reisenden wird deshalb empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden und nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr zu Fuß unterwegs zu sein.

Jugendliche auch in Griechenland und Estland untergebacht

 

Unterbringung sei eine „absolute Ausnahme“

 

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