Jugendamtsskandal: Geschasster Amtsleiter will weiter bei der Stadt arbeiten

Gelsenkirchen.  Der Gütetermin vor dem Arbeitsgericht zwischen der Stadt Gelsenkirchen und dem ehemaligen stellvertretenden Jugendamtsleiter ist gescheitert.

Wenn zwei Justizbeamte aus Sicherheitsgründen am Eingang postiert sind, muss sich schon etwas Besonderes abspielen im Gebäude des Arbeitsgerichts. Das Besondere ist die Klage des ehemaligen Jugendamtsleiters Thomas Frings gegen die außerordentliche Kündigung durch die Stadt. Kameras sind aufgebaut, Radio-Reporter halten ihre Mikrofone in Stellung.

Für 20 Pressevertreter hat das Gericht Plätze in den ersten beiden Reihen des Saals reserviert. Es ist der größte in dem repräsentativen Haus, das 1919 errichtet worden ist und einst den Bossen des Gussstahlwerks als Denkschmiede diente. Die kühle Temperatur in den dicken Gemäuern passt zur juristischen Atmosphäre im Saal. Von Hitzigkeit keine Spur. Neben der städtischen Rechtsrätin Marieke Mickeley vertritt Torsten Herbert vom Kommunalen Arbeitgeberverband die städtischen Interessen. Auf der Klägerseite sitzt neben Thomas Frings sein Rechtsvertreter Uwe Klima, ein erfahrener Anwalt.

Mehrere Gründe gibt die Stadt für die Kündigung an: So sei die Nebentätigkeit in Verbindung mit einem Heim in Ungarn nicht genehmigt gewesen, habe er gezielten Einfluss auf Belegungszahlen im St. Joseph-Heim genommen. Auch im Zusammenhang mit der Abrechnung über den Kinderschutzbund sei die Interessenkollision bei seiner gleichzeitigen Funktion als stellvertretender Jugendamtsleiter offensichtlich gewesen. (…weiterlesen…)

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/frings-will-weiter-bei-der-stadt-gelsenkirchen-arbeiten-id10843332.html

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