19-Jähriger besucht Flüchtlingsheim und wird mit Stich ins Herz getötet

Mit einem Stich ins Herz ist in einem Flüchtlingsheim in Gelsenkirchen ein Besucher getötet worden. Ein Bewohner des Heims wurde schwer verletzt. Bisher ist unklar, was der Hintergrund der Tat ist.

 Bei einer Messerstecherei in einem Flüchtlingsheim in Gelsenkirchen ist am Donnerstagabend ein 19 Jahre alter Besucher tödlich verletzt worden. Ein 33-jähriger Bewohner der Einrichtung wurde schwer verletzt und kam in ein Krankenhaus, wie die Polizei Gelsenkirchen am Freitag berichtete.

Beide Männer kommen aus Algerien. Die Behörde sprach von einem Zwischenfall. Die Hintergründe der Tat seien noch nicht bekannt.

Stich ins Herz

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http://www.focus.de/panorama/welt/in-gelsenkirchen-19-jaehriger-besucht-fluechtlingsheim-und-wird-mit-stich-ins-herz-getoetet_id_4852107.html

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„A.C.A.B.“: Polizei vs. Pay-Wahl

Die Bremer Polizei ist schlecht auf die taz zu sprechen und schaltet den Presserat ein. Warum?

„Welche Kugeln hier bestellt werden? Acht Cookie, Acht Banane.“ – umgangssprachlich kann man daraus das Akronym „A.C.A.B.“ ableiten, was für den, längst von der Popkultur assimilierten, Slogan „All cops are bastards“ steht. Mit dieser Zeile, „Welche Kugeln …“ untertitelten wir im Frühjahr ein Foto in einem sog. „Layer“. Das Foto zeigte Polizisten beim Bestellen in einer Eisdiele.

Die Layer sind größere Text/Bild-Felder, die sich beim erstmaligen Öffnen einer Seite auf taz.de über den eigentlich angeklickten Text schieben. Wie setzten diese Layer ein, um die LeserInnen von taz.de für einen kurzen Moment an unsere freiwillige Pay-Wahl „taz.zahl.ich“ (tzi) zu erinnern.

taz.de ist zwar prinzipiell gratis nutzbar, jedoch nicht kostenlos. Sofern unser LeserInnen etwas Geld übrig haben, möge sich mit einem freiwilligen Beitrag an der Finanzierung des Onlineangebotes der taz beteiligen. Und somit taz.de auch dauerhaft für diejenigen kostenlos zugänglich halten, die kein oder nur wenig Geld haben. Der taz-Solidargedanke – übertragen ins Internet.

Um die Aufmerksamkeit der NutzerInnen für diese Layer zu erhöhen, bestücken wir diese häufig mit zugespitzten Inhalten. Wobei man den Begriff „Inhalt“ relativ sehen muss, handelt es sich dabei nämlich nicht um konkrete Arbeitsergebnisse der taz-Redaktion (auch nicht die der taz.nord), sondern nur um eine Kombination aus Bildern und Überschriften – erstellt von den MitarbeiterInnen unseres „taz.zahl.ich“-Projekts.

Empfindsame Polizei

Die eigentlichen journalistischen Texte der taz-Redaktion lassen sich erreichen, in dem man den Layer einfach wegklickt. So konnte man es auch vor einiger Zeit mit jenem Einschub tun, der Polizisten beim Bestellen in einer Eisdiele zeigte, Bildunterschrift: „Welche Kugeln hier bestellt werden? Acht Cookie, Acht Banane.“ Wer wollte, verstand die zugespitzte Anspielung sofort: „A.C.A.B.“ (…weiterlesen…)

https://blogs.taz.de/hausblog/2015/07/31/a-c-a-b-polizei-vs-pay-wahl/#comment-46657

Ulvi Kulac: „Ich freue mich, dass ich jetzt frei bin“

Nach einjährigem Kampf darf der heute 37-Jährige Ulvi Kulac auch die Psychiatrie verlassen. Er lebt und arbeitet künftig in einer offenen Einrichtung für geistig Behinderte.

Bayreuth Über ein Jahr nach dem Freispruch vom Vorwurf der Ermordung von Peggy Knobloch ist Ulvi Kulac nun wirklich frei. Er hat am gestrigen Freitag das Bezirkskrankenhaus Bayreuth verlassen, in dem er fast 14 Jahre lang untergebracht war. Der 37-Jährige, der seit seiner Kindheit nach einer Hirnhautentzündung geistig behindert ist, wird jedoch nicht zu seiner Familie nach Lichtenberg zurückkehren. Er lebt und arbeitet in einer Einrichtung für Behinderte. Wo genau, möchten seine Familie und seine Betreuerin Gudrun Rödel nicht publik machen, um Ulvi und die Einrichtung vor öffentlichem Rummel zu schützen.

Der Auszug aus der Klinik am gestrigen Freitag war im Grunde nur noch ein Medientermin. Wie in solchen Fällen üblich, war der offiziellen Entlassung eine längere Umgewöhnungsphase vorausgegangen, in der Ulvi Kulac probeweise schon in seinem neuen Heim gewohnt und gearbeitet hat. „Ich freue mich, dass ich jetzt frei bin und das Leben genießen kann“, sprach Kulac in die zahlreichen Mikrofone, die ihm auf dem Parkplatz des Bezirkskrankenhauses entgegen gereckt wurden. Ihm gefalle an seinem neuen Wohnort die Arbeit – gegenwärtig verpacke er Stifte -, aber es gefalle ihm auch, auf dem Balkon in der Sonne den Feierabend zu genießen.

Sichtlich bewegt war Ulvis Mutter Elsa Kulac, die ihren Sohn gemeinsam mit ihrem Mann und zahlreichen Unterstützern vor der Klinik in Empfang nahm. Immer wieder rang sie um Worte. Bei allem Glück über die Freilassung wollte sie jedoch die letzten 14 Jahre nicht einfach beiseite schieben. „Ulvi ist zum Täter und zum Mörder gemacht worden“, sagte Elsa Kulac in Richtung der früheren Ermittler.

Von einem „großen Tag und einem großen Moment“ sprach hingegen Gudrun Rödel. Sie hatte im Jahr 2005, ein Jahr nach der Verurteilung Ulvis wegen Mordes durch das Landgericht Hof die Betreuung des damals 27-Jährigen übernommen. Zusammen mit ihrem Mann, einem Unterstützerkreis und dem Frankfurter Rechtsanwalt Michael Euler erreichte sie, dass das Verfahren 2013 wieder aufgenommen wurde. Am 15. Mai 2014 wurde Ulvi Kulac durch das Landgericht Bayreuth vom Vorwurf des Mordes freigesprochen – „der Erfolg einer beispiellosen Kampagne, auf die wir sehr stolz sein können“, wie es Rödel gestern bei einer kleinen Dankesfeier in der Himmelkroner Autobahnkirche formulierte. Rödel kündigte an, dass sie weiterhin gegen den Vorwurf vorgehen will, Ulvi habe die später verschwundene Peggy Knobloch sexuell missbraucht. Vor allem wegen dieses Vorwurfs war Kulac 2004 vom Landgericht Hof in der Psychiatrie untergebracht worden. Für ein zweites Wiederaufnahmeverfahren in dieser Sache hat Rödel den Ettlinger Anwalt Thomas Saschenbrecker verpflichtet. (…weiterlesen…)

http://www.np-coburg.de/regional/franken/schauplatzregionnp/Ulvi-Kulac-Ich-freue-mich-dass-ich-jetzt-frei-bin;art83463,4249640