Über 5.000 demonstrieren in Polen gegen Sexualisierung in der Schule

Mehr als 5.000 Menschen demonstrierten am Sonntag, den 30.08.2015, in der polnischen Hauptstadt unter dem Motto “Stop deprawacji w edukacji” (Stoppt den Abbau von moralischen Werten der Kinder im Bildungsbereich”). Der Protest richtete sich gegen die von Bildungsministerin Joanna Kluzik-Rostkoswska geplanten Veränderung in den Lehrplänen, die eine stärkere Betonung “sexueller Vielfalt” vorsieht. 

Ein Bündnis von 26 Gruppen aus der polnischen Zivilgesellschaft unter der Leitung der Verlegerin Magdalena Trojanowska hatte sich für diese Aktion zusammengeschlossen, nachdem sich polnische LGBTTIQ-Gruppen stark für eine modifizierte Form des Sexualkundeunterrichts unter dem Aspekt der “Sexuellen Vielfalt” eingesetzt hatten.

Die Demonstration begann mit einer gemeinsamen Messe in der St. Anna-Kirche in Warschau, zu der bereits mehr als tausend Teilnehmer kamen, von denen hunderte Gläubige nicht mehr in die überfüllte Kirche hineinkommen konnten und auf dem Kirchenvorplatz teilnahmen. Neben verschiedenen polnischen Rednern und Bildungsexperten sprachen auch Antonia Tully aus England von der “Pro-Life”-Bewegung, Antoine Renard, Vorsitzender der “Associations Familiales Catholiques en Europe (FAFCE), der regelmässig an den Beratungen des Europarates teilnimmt, sowie Christoph Scharnweber für das Aktionsbündnis DEMO FÜR ALLE.  Alle ausländischen Redner berichteten über die Situation in ihrem Land, drückten ihre Solidarität und Unterstützung für die polnische Bewegung aus und ermutigen die zahlreich erschienenen Demonstranten, die Bildungspolitik ihres Landes kritisch zu begleiten. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz, die auch vom polnischen Staatsfernsehen TVP aufgezeichnet wurde, antworteten die Redner auf Fragen der Veranstalter und Journalisten. (…weiterlesen…)

https://demofueralle.wordpress.com/2015/08/31/ueber-5-000-demonstrieren-in-polen-gegen-sexualisierung-in-der-schule/#more-5408

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Eva Hermans wirre Thesen zur Flüchtlingskrise

Immer wieder sorgt Ex-Tagesschau-Moderatorin Eva Herman mit umstrittenen Aussagen für Aufsehen. Diesmal versucht sie, in einem so rassistischen wie verschwörerischen Text die Flüchtlingskrise zu erläutern.

Die ehemalige Tagesschau-Moderatorin Eva Herman hat einen Aufsatz über die aktuelle Flüchtlingskrise und die ihrer Meinung nach damit einhergehende Abschaffung christlicher Traditionen geschrieben. Auf acht Seiten versucht sie einen angeblichen großen, übergeordneten Plan hinter den Migrationsströmen auszumachen. Neben allerlei Verschwörungstheorien bringt sie in dem fragwürdigen Text auf den Webseiten des Instituts für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik, in dessen wissenschaftlichem Beirat sie sitzt, vor allem eines zum Ausdruck: Ihre Angst, dass unser Land durch die vielen Migranten zerstört werde.

Es sind teils verwirrende Thesen, allen voran jene, dass Deutschland mittlerweile „ein zum Kriegsgebiet erklärtes Land“ sei, „welches nun von unzähligen Asylsuchenden, Stück für Stück, eingenommen wird. (…) Unsere alte Kraft, unsere christliche Kultur, Glaube und Tradition, werden zerstört.“ Einen „irreparablen Vorgang“ nennt Herman das. Viele der Migranten kämen „nicht in friedlicher, hilfesuchender Verfassung, sondern sie sind laut, streitsüchtig, verprügeln sich gegenseitig, spucken Einheimische an, und sie fordern ein besseres Leben.“ Es sei eine „fremde Energie“, die Deutschland und Europa geradezu „flute“. Für „normal denkende Leute“, zu denen sich Eva Herman selbst zählt, sei das „immer wieder unerklärlich“.
„Die alte Ordnung bricht auseinander“

Dass wir mittlerweile im Krieg leben, würden wir nicht merken, weil es nicht offensichtlich sei. Es explodierten keine Bomben, „der Sprengstoff kommt auf andere Weise daher, nämlich in Form fremdländischer Menschen, die (…), wie auf Knopfdruck organisiert, plötzlich massenhaft hierzulande einzubrechen begannen.“ Es ist für sie unverständlich, warum diese Menschen ein Recht auf „Geld, Wohnraum, Zuwendung, mediale und politische Anerkennung“ haben. Denn all diese Rechte hätten für die einheimische, bedürftige Bevölkerung jahrzehntelang nicht existiert.

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http://www.stern.de/panorama/gesellschaft/eva-herman-schreibt-gewagten-aufsatz-ueber-die-fluechtlingskrise-6427244.html

Ehemaliges Heimkind irrte alleine durch die Türkei

Neue Vorwürfe gegen Jugendhilfeträger

Kellnern gehen statt Schule, Hunde hüten statt Therapie. Seine Auslandsmaßnahme beschreibt das ehemalige Heimkind Jens Espe als „Katastrophe„. Das Bochumer Jugendamt hatte ihn als 14-Jährigen über den Jugendhilfeträger „Life“ in die Türkei geschickt.

Jens Espe macht sich gerade mit einer Firma für Veranstaltungstechnik selbstständig. Für den 30-jährigen Duisburger war es bis dahin ein langer Weg. Ohne Hauptschulabschluss ging für das ehemalige Heimkind beruflich kaum etwas. „Bisher musste ich mich mit Gelegenheitsjobs durchschlagen„, erzählt der Duisburger. Dass viel schief gelaufen ist in seinem Leben, habe auch mit der Auslandsmaßnahme in der Türkei zu tun. Als 14-jähriger war er über das Jugendamt Bochum nach Antalya geschickt worden.

Unterkunft in einer fensterlosen Hütte

Wachgerüttelt wurde er durch einen WDR Bericht über das ehemalige Heimkind „Paul„. Der 11-jährige „Paul“ war 2014 ebenfalls im Rahmen einer „individualpädagogischen Einzelbetreuung“ im Ausland – untergebracht bei einem Handwerker auf einem heruntergekommenen Bauernhof. Verantwortlich für die Maßnahme war derselbe Jugendhilfeträger: Die Firma „Life“ aus Bochum. Pauls Schicksal erinnert Jens sein eigenes. „Ich war in einer Hütte untergebracht – eine umgebaute Scheune, ohne Fenster, ohne Türen.“ Im Winter habe er alles selbst abgedichtet.

Von pädagogischer Begleitung keine Spur

Von pädagogischer Begleitung durch seine Betreuerin habe überhaupt keine Rede sein können. „Sie hat sich mehr um sich selber gekümmert. Nach einiger Zeit war ich mir völlig selbst überlassen.“ Richtige Gespräche haben nicht stattgefunden: „Sie hat sich manches angehört, aber das war’s auch schon.“ Dafür habe er sie beim Umbau ihres Hauses unterstützen müssen oder auf die Hunde aufpassen müssen, wenn sie weg war.

Über ein Jahr ohne Schule

Besonders eines ärgert Jens: „Schule hatte ich überhaupt nicht. Ich hab mehr Langeweile gehabt als alles andere.“ Ärgerlich vor allem, weil genau in der Schule seine Probleme lagen. „Diese Probleme hätte ich in Deutschland lösen müssen.“ Zudem habe seine Betreuerin Alkoholprobleme gehabt. „Nach einem Jahr bin ich einfach abgehauen. Ich hab es nicht mehr ausgehalten.“ Monatelang habe er sich mit Jobs in Cafés durchgeschlagen – bis er sich in der Botschaft in Ankara gemeldet habe.

Zu den Vorwürfen von Jens Espe will „Life“ keine Stellung nehmen. Auch die Stadt Bochum hat zu dem Fall, der 15 Jahre her ist, momentan nichts zu sagen. Dabei arbeitet man in mehreren Maßnahmen mit „Life“ zusammen. Aber welche gab es bisher überhaupt? Hat man sich von der Firma „Life“ belegen lassen, ob dass das, was bezahlt wurde, auch tatsächlich stattgefunden hat? Inzwischen liegt eine Anfrage der CDU Bochum vor, die in die gleiche Richtung geht. Antwort der Verwaltung: Auslandsmaßnahmen-Maßnahmen würden vom Jugendamt generell „überwacht„. Von schriftlichen Belegen ist aber hier nicht die Rede.

Staatsanwaltschaft ermittelt

(weiterlesen)

http://www1.wdr.de/studio/essen/themadestages/vorwuerfe-gegen-jugendhilfetraeger-life-100.html

Von WDR – Carmen Krafft

Ehemaliges Heimkind irrte alleine durch die Türkei

Neue Vorwürfe gegen Jugendhilfeträger

Kellnern gehen statt Schule, Hunde hüten statt Therapie. Seine Auslandsmaßnahme beschreibt das ehemalige Heimkind Jens Espe als „Katastrophe„. Das Bochumer Jugendamt hatte ihn als 14-Jährigen über den Jugendhilfeträger „Life“ in die Türkei geschickt.

Jens Espe macht sich gerade mit einer Firma für Veranstaltungstechnik selbstständig. Für den 30-jährigen Duisburger war es bis dahin ein langer Weg. Ohne Hauptschulabschluss ging für das ehemalige Heimkind beruflich kaum etwas. „Bisher musste ich mich mit Gelegenheitsjobs durchschlagen„, erzählt der Duisburger. Dass viel schief gelaufen ist in seinem Leben, habe auch mit der Auslandsmaßnahme in der Türkei zu tun. Als 14-jähriger war er über das Jugendamt Bochum nach Antalya geschickt worden.

Unterkunft in einer fensterlosen Hütte

Wachgerüttelt wurde er durch einen WDR Bericht über das ehemalige Heimkind „Paul„. Der 11-jährige „Paul“ war 2014 ebenfalls im Rahmen einer „individualpädagogischen Einzelbetreuung“ im Ausland – untergebracht bei einem Handwerker auf einem heruntergekommenen Bauernhof. Verantwortlich für die Maßnahme war derselbe Jugendhilfeträger: Die Firma „Life“ aus Bochum. Pauls Schicksal erinnert Jens sein eigenes. „Ich war in einer Hütte untergebracht – eine umgebaute Scheune, ohne Fenster, ohne Türen.“ Im Winter habe er alles selbst abgedichtet.

Von pädagogischer Begleitung keine Spur

Von pädagogischer Begleitung durch seine Betreuerin habe überhaupt keine Rede sein können. „Sie hat sich mehr um sich selber gekümmert. Nach einiger Zeit war ich mir völlig selbst überlassen.“ Richtige Gespräche haben nicht stattgefunden: „Sie hat sich manches angehört, aber das war’s auch schon.“ Dafür habe er sie beim Umbau ihres Hauses unterstützen müssen oder auf die Hunde aufpassen müssen, wenn sie weg war.

Über ein Jahr ohne Schule

Besonders eines ärgert Jens: „Schule hatte ich überhaupt nicht. Ich hab mehr Langeweile gehabt als alles andere.“ Ärgerlich vor allem, weil genau in der Schule seine Probleme lagen. „Diese Probleme hätte ich in Deutschland lösen müssen.“ Zudem habe seine Betreuerin Alkoholprobleme gehabt. „Nach einem Jahr bin ich einfach abgehauen. Ich hab es nicht mehr ausgehalten.“ Monatelang habe er sich mit Jobs in Cafés durchgeschlagen – bis er sich in der Botschaft in Ankara gemeldet habe.


Rathaus Bochum
Stadt Bochum arbeitet mit „Life“ zusammen

Zu den Vorwürfen von Jens Espe will „Life“ keine Stellung nehmen. Auch die Stadt Bochum hat zu dem Fall, der 15 Jahre her ist, momentan nichts zu sagen. Dabei arbeitet man in mehreren Maßnahmen mit „Life“ zusammen. Aber welche gab es bisher überhaupt? Hat man sich von der Firma „Life“ belegen lassen, ob dass das, was bezahlt wurde, auch tatsächlich stattgefunden hat? Inzwischen liegt eine Anfrage der CDU Bochum vor, die in die gleiche Richtung geht. Antwort der Verwaltung: Auslandsmaßnahmen-Maßnahmen würden vom Jugendamt generell „überwacht„. Von schriftlichen Belegen ist aber hier nicht die Rede.

Staatsanwaltschaft ermittelt

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http://www1.wdr.de/studio/essen/themadestages/vorwuerfe-gegen-jugendhilfetraeger-life-100.html

Von WDR – Carmen Krafft

Dietmar Brettschneider: Inhaltsleerer Pragmatismus

Jessener Bürgermeister aus der CDU ausgetreten

Jessen (wg). „Für mich hat die CDU ihre Bindung an das Volk verloren, sie ist keine echte Volkspartei mehr“, erklärt Dietmar Brettschneider im Gespräch mit der Redaktion des Wittenberger Sonntag. Nach 45 Jahren hat der ehemalige Bürgermeister von Jessen sein Parteibuch zurückgab, „weil die Union wesentliche politische Grundsätze über Bord geworfen hat.“

Damit seien nicht die CDU-Gliederungen auf regionaler und lokaler Ebene gemeint, vielmehr Bundeskanzlerin Angela Merkel und die engere Unionsführung, bei denen er eine wertkonservative Politik vermisse. Weder habe das „C“ im Parteinamen noch eine Bedeutung, meint Brettschneider, noch seien konservative Überzeugungen erkennbar. Man spreche zwar von christlichen Werten, lasse es aber zu, dass der traditionelle Begriff der Familie und ihrer Ausformung als Mann, Frau und Kind unterhöhlt werde.

Außerdem: Wer sich zu Deutschland bekenne, müsse damit rechnen, in die rechte Ecke gestellt zu werden. Anstelle eines klaren Bekenntnisses zu den christlichen Grundlagen Europas werde der undifferenzierten Öffnung für andere Kulturen das Wort geredet, gehöre der Islam plötzlich und selbstverständlich zu Deutschland und Europa. Wer auf eine verfehlte Einwanderungs- und Asylpolitik hinweise, werde als ausländerfeindlich abgestempelt.

Machtoptionen vor Inhalten 

„In der Bundes-CDU werden Machtoptionen vor inhaltliche Optionen gestellt“, kritisiert Brettschneider. Nur um an der Macht zu bleiben, sei man sogar bereit, mit den Grünen zu koalieren. Entweder wolle eine Mehrheit der Wähler, dass die CDU regiert oder nicht. Und wenn nicht? „Auch in der Opposition kann man beweisen, dass man gute Konzepte hat.“

Mainstream gegen Vernunft 

Wenig Geld für die Infrastruktur 

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http://wittenbergersonntag.de/artikel/2956

Statistik zu Kindeswohlgefährdung:

Verdachtsfälle erneut gestiegen

  • Statistik zu Kindeswohlgefährdung veröffentlicht
  • Verdachtsfälle 2014 um 3,5 Prozent gestiegen
  • Kinderschutzbund begrüßt gestiegene Aufmerksamkeit

Die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen gehen immer häufiger Hinweisen auf Vernachlässigung oder sogar Misshandlung von Kindern nach. Die Behörden überprüften im vergangenen Jahr insgesamt 31.612 Verdachtsfälle. Das waren fast 1.100 beziehungsweise 3,5 Prozent mehr als 2013, teilte das Statistische Landesamt am Mittwoch (12.08.2015) in Düsseldorf mit.

Kinderschutzbund: „Aufmerksamkeit ist gestiegen

Der Kinderschutzbund NRW begrüßte angesichts der jüngsten Statistik, dass die Aufmerksamkeit für das Wohl der Kinder weiter gestiegen sei. In 3.902 Verdachtsfällen – also etwa in jedem achten Fall – stellten die Jugendämter 2014 eine akute Gefährdung fest. Das waren fast 11 Prozent mehr als 2013. Am häufigsten fanden sie Anzeichen von Vernachlässigung. Die Jugendamtsmitarbeiter entdeckten aber auch Anhaltspunkte für körperliche oder psychische Misshandlungen sowie sexuelle Gewalt. „Die Aufmerksamkeit ist gestiegen„, sagte die stellvertretende Geschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband NRW, Martina Huxoll-von Ahn. Durch Gesetzesänderungen seien weitere Personengruppen wie Ärzte gefordert, Hinweise aufzunehmen und unter Umständen das Jugendamt einzuschalten. Außerdem könnte eine umfangreichere Statistik auf Kommunalebene zum Anstieg der Zahlen beigetragen haben. Huxoll-von Ahn bewertete die gestiegene Aufmerksamkeit als positiv. In so manchen Verdachtsfällen, in denen keine akute Gefährdung vorliege, ergebe sich dann ein Unterstützungsangebot zum Wohl der Kinder. (…weiterlesen…)

http://www1.wdr.de/themen/aktuell/jugendamt-verdacht-kinder-100.html

Allmacht der Jugendämter

Der Traum eines jeden totalitären Systems soll verwirklicht werden. Mit aller Kraft will Rot/Grün in NRW das so genannte Präventionsgesetz durchpeitschen. Eltern und Kinder sollen ab Schwangerschaft der umfassenden Kontrolle durch Netzwerke mit Hebammen, Ärzten, Kitas, Sozialarbeitern und Jugendämtern ausgeliefert sein.

Die Tatsache, daß die Eltern die Sorge in eigener Verantwortung ausüben, §1627 BGB, gerät dabei unter die Räder. Das Grundrecht und das Grundgesetz auf Schutz der Familie bleiben bei der Durchsetzung der hehren Ziele außen vor.

Unter dem Vorwand „vorbeugen ist besser als heilen“ droht die allumfassende Beglückung unserer Kinder durch Inobhutnahmen, Besuchsdienste, Heimunterbringung und Strafvollzug. Alle müssen mitmachen. Wer schweigt, macht sich mitschuldig. Man kennt das …

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https://www.anwalt.de/rechtstipps/allmacht-der-jugendaemter_072001.html

Life GmbH schuldet der Stadtverwaltung noch Belege

DORSTEN „Wen interessiert das noch?“ Gerd Lichtenberger, Geschäftsführer der Life GmbH, reagierte am Dienstag ungehalten, als er von der Dorstener Zeitung auf den „Fall Paul“ angesprochen wurde. Aber die Redaktion lässt nicht als Einzige diesen Fall rund um die Unterbringung des Jungen in Ungarn nicht ruhen.

Friedhelm Fragemann, SPD-Fraktionsvorsitzender, ist einer von denen in Dorsten, den der „Fall Paul“ nicht ruhen lässt. Und auch die Stadtverwaltung hätte gerne von Lichtenberger „belastbare Nachweise“, wie der Junge in Ungarn von Mitarbeitern seiner „Life GmbH“ begleitet wurde.

Einige „kritikwürdige“ Punkte

Fragemann hatte in seiner Funktion als SPD-Ratsherr bei Bürgermeister Tobias Stockhoff Akteneinsicht in den „Fall Paul“ verlangt und auch bekommen. Im Ergebnis stellt Fragemann nun fest: „Es gibt nichts, was rechtlich zu beanstanden wäre. Aber: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hält in seiner fachlichen Einschätzung einige Punkte für kritikwürdig.“

Fragemann zählt auf: „Die Betreuung des Dorstener Jungen im Ausland“, die „nicht altersgemäße Beteiligung des Jungen“ und die „fragwürdige fachliche Eignung des ungarischen Betreuers“, alles Punkte, die die SPD in Dorsten ebenfalls angezweifelt habe. Gleichzeitig gibt Fragemann aber auch sein Fazit nach Akteneinsicht so wieder: „Am Ende hat der Junge von der Maßnahme profitiert.“

Form und Umfang der Betreuung sind strittig …

„Bei einem Bierchen“ … (…weiterlesen…)

http://www.dorstenerzeitung.de/staedte/dorsten/Fall-Paul-Life-GmbH-schuldet-der-Stadtverwaltung-noch-Belege;art914,2788451

Vater und Tochter stürzen aus Hochhaus | Familien-Drama im Hamburger Jugendamt

Barmbek – Zwei Menschen stürzen aus dem 10. Stock in die Tiefe. Spielte sich in dem Büro-Hochhaus eine Familientragödie ab?

Die Rückseite des Shopping-Centers „Hamburger Meile“. Es ist 17.41 Uhr. Eine Frau beobachtet, wie ein Mädchen waagerecht und schreiend in die Tiefe fällt.

Sofort danach springt ein Mann hinterher. Die beiden Menschen landen in einem Gang im dritten Stock. (…weiterlesen…)

http://www.bild.de/regional/hamburg/unfaelle/vater-und-tochter-stuerzen-von-hochhaus-42107740.bild.html

Zwölf-Stämme-Kinder dürfen zu ihren Eltern

Zwei zehn und 13 Jahre alte Mädchen der Glaubensgemeinschaft „Zwölf Stämme“ dürfen wieder zu ihren Eltern zurückkehren. Das Amtsgericht Nördlingen habe den Eltern das Sorgerecht zurückübertragen, sagte der Amtsgerichtsdirektor Helmut Beyschlag am Mittwoch. Bereits am Dienstagabend hatte der Anwalt der „Zwölf Stämme“ mitgeteilt, dass die Kinder wieder zu ihren Eltern zurückkönnten. Demnach sei eine Sachverständige zu dem Schluss gekommen, dass bei den Kindern keine Schäden feststellbar seien. Das Kindeswohl sei damit durch einen Aufenthalt bei den Eltern nicht gefährdet. (…weiterlesen…)

http://www.sueddeutsche.de/bayern/noerdlingen-zwoelf-staemme-kinder-duerfen-zu-ihren-eltern-1.2597133

Schießerei: Polizist erschießt Mann im Polizeipräsidium

Oberhausen. Tödliche Schüsse auf dem Polizeipräsidium: In Oberhausen zückt ein Mann ein Messer, sticht auf einen anderen ein und attackiert Polizisten. Einer von ihnen zieht die Waffe und schießt. Kein Wunder, verteidigt ihn die Gewerkschaft.

Als die Warnung ungehört verhallt, greift ein Polizist zur Waffe und drückt ab: In Oberhausen hat ein Beamter am frühen Mittwochmorgen auf dem Polizeipräsidium einen Mann erschossen. Der 39-Jährige sei mit einem Messer bewaffnet gewesen, er habe zunächst einen anderen Mann verletzt und danach die Polizisten attackiert, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Gegen 3 Uhr hatte der 39-Jährige in einem Vorraum des Präsidiums im Streit auf einen anderen Mann eingestochen. Herbeieilende Beamte hätten den Mann daraufhin mehrfach aufgefordert, das Messer niederzulegen. Als er dem nicht nachgekommen sei, habe ein Polizist mehrere Schüsse abgefeuert und den 39-Jährigen erschossen. Für einen Warnschuss sei dabei weder Zeit noch ausreichend Raum gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei Essen: „Es ging darum, den Angreifer sofort handlungsunfähig zu machen.“

Der 39-jährige sei noch auf der Polizeiwache gestorben. Nach ersten Ergebnissen der rechtsmedizinischen Untersuchung habe er weder Alkohol noch Drogen im Blut gehabt, so der Sprecher. Der Mann war der Polizei vorher nicht bekannt.

Das 21-jährige Opfer der ersten Messerattacke wurde verletzt. Es habe aber keine Lebensgefahr bestanden, sagte der Sprecher. Am Nachmittag hatte er das Krankenhaus bereits wieder verlassen. Der Mann war mit seiner Freundin auf das Präsidium gekommen. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass er den Angreifer nicht kannte. Wie es zu dem Streit kam, müssten weitere Ermittlungen zeigen, so der Polizeisprecher.

Polizisten dürfen nach Angaben des Innenministeriums aus zwei Gründen schießen: aus Notwehr oder aus Nothilfe für andere. Nach einem Vorfall prüft standardmäßig die Staatsanwaltschaft, ob der Schusswaffengebrauch rechtmäßig war.

Gewerkschaft verteidigt den Polizisten

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http://www.rp-online.de/nrw/panorama/in-oberhausen-erschiesst-polizist-einen-mann-im-polizeipraesidium-aid-1.5288969

„Da nehmen sie das Kind lieber gleich mit“

Nach Todesfällen greifen die Behörden öfter zum Schutz von Minderjährigen ein. Die Gerichte sehen das kritisch.

Dem Jungen, der an Mukoviszidose litt, war die Mutter mit Ananas-Papaya-Saft und Handpuppenspielen zu Leibe gerückt – statt mit den lebensnotwendigen Medikamenten. Wie aber ist es, wenn die Eltern ihre Kinder gezielt mit Ruten schlagen wie bei der Sekte „Zwölf Stämme“ und dieses selbst dann für richtig halten, wenn ihnen das Sorgerecht entzogen wird? Wie weh tut eine Demütigung der Kinderseele? Wo beginnt die Misshandlung, wo die Gefährdung des Kindeswohls? Die Jugendämter und Familiengerichte wägen intensiv ab, bevor sie Kinder aus dem Elternhaus nehmen. Vorwürfe gibt es ständig: mal prüfen sie zu lange, mal zu kurz. Sicher ist eines: Die Zahl der Inobhutnahmen von Kindern steigt beständig. Und die der Gerichtsverfahren auch.

Erziehungsmethoden, die Eltern mit ihrer religiösen Einstellung begründen, werden in nächster Zeit auch das Bundesverfassungsgericht beschäftigen. Zwei Elternpaare der ultrabiblischen Gemeinschaft „Zwölf Stämme“ aus Bayern wollen den endgültigen Entzug des Sorgerechts für ihre Kinder durch das Oberlandesgericht Nürnberg nicht akzeptieren und gehen eine Instanz weiter. Das haben sie im Juni angekündigt. In dieser Sekte werden Kinder regelmäßig mit Ruten geschlagen, weil es laut Bibel richtig sei, den Sohn zu züchtigen, wenn man ihn lieb hat. 40 Kinder, darunter Babys, hatten die Familiengerichte bereits 2013 aus den Familien genommen. Die meisten von ihnen durften nach langen Verhandlungen nach Hause zurückkehren. Bei den klagenden Elternpaaren mit vier Kindern hingegen bestehe weiter die Gefahr von Rutenschlägen. Die Richter beschieden, die Gefährdung des Kindeswohls liege schon darin, dass die Kinder fortwährend mit „Schlägen rechnen und daher in Angst leben müssen“.

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http://www.sueddeutsche.de/politik/staatliche-eingriffe-da-nehmen-sie-das-kind-lieber-gleich-mit-1.2595428

Grandioses Scheitern

HANAU. Für Mirja und Joachim B. aus Großauheim ging ein Alptraum zu Ende: Der Versuch des Hanauer Ju­gendamtes, ihnen die Kinder Zoe und Nika wegzunehmen, ist gescheitert; grandios gescheitert, könnte man sa­gen, hat doch Familienrichter Michael Treviranus betont, dass eine fragwür­dige ärztliche Diagnose allein für eine derart folgenschwere Entscheidung nicht ausreiche.

Weil die Eltern (39 und 41) eine zweite ärztliche Meinung über die Behandlung ihrer Tochter Zoe, 13, ein­holen wollten, wandten sie sich im vergangenen Oktober ver­trauensvoll ans Universitätsklinikum Heidelberg. Als Zoe acht war, hatten ihre Ge­lenke zu schmerzen begonnen, immer in Schü­ben: Hän­de, Knie, Arme, Hüfte. Oft war sie müde, erschöpft, lethargisch. Die Di­agnose lautete schließlich Juve­nile idiopathische Arthritis. Kinder­rheu­ma. Eine schmerzhafte Autoim­mun­erkrankung ist das, die sie ver­mutlich von ihrer Mutter geerbt hat. Zoe ist ein tapferes Mädchen, das sich trotz elendig langer Aufenthalte in ver­schiedenen Kliniken, quälender Un­tersuchungen und schließlich sogar einer Operation, bei der ihr Teile der vom Rheuma zerfressenen Gelenk­kapsel am rechten Ellbogen entfernt wurden, seine Neugierde für das Le­ben bewahrt hat. Auch, als sie eine Weile auf den Rollstuhl angewiesen war.

Zoe wurde damals in der Mainzer Uniklinik behandelt. „Sie be­kam über längere Zeit starke Medi­kamente“, erinnert sich ihre Mutter. Das Krebsmittel Methotrexat zum Beispiel oder Azathioprin. Das ist ein sogenanntes Immunsuppressiva mit schweren Nebenwirkungen: Ver­ände­rungen des Blutbildes, Haaraus­fall, Gewichtsab­nahme, Fieber, Ge­lenk­schmerzen, Entzündung der Bauchspeicheldrüse.

Aber die Heidelberger Ärzte er­klärten das Mädchen kurzerhand für gesund und diagnostizierten stattdes­sen das Münchhausen-by-Proxy-Syn­drom (MbPS). Das nach dem Lü­gen­baron benannte Krank­heitsbild frei­lich ist unter Experten umstritten. Dabei lieferten angeblich Mütter ihre Kinder mit erfundenen Symptomen vorsätzlich einer Tortur medizinischer Behandlungen aus. Fa­tal: Die Unikli­nik informierte nicht nur alle Rheu­matologen, die das Mäd­chen bisher behandelt hatten, auch das Jugend­amt wurde in Kenntnis ge­setzt, das prompt eine „Kindeswohl­gefährdung“ unterstellte.

„Entziehung der elterlichen Sorge“ heißt es juris­tisch trocken in Para­graph 1666 BGB. Bis zuletzt hatte die Hanauer Behörde auf ihrem Antrag bestanden, den El­tern das Aufenthaltsbestimmungs­recht zu entziehen, und zwar für beide Kinder. Denn auch Zoes kleine Schwester Nika, 3, war wiederholt in Kliniken behandelt worden – wegen mehrerer Lungenentzündungen und Hautausschlag. Laut Richter Trevi­ranus jedoch könne die Heidelberger Diagnose bestenfalls eine Vermutung sein. Feststellen ließe sich MbPS näm­lich nur durch eine umfangreiche psy­chiatrische Begutachtung von Mutter und Kind. Der Richter gab damit zu erkennen, dass er sich mit der Mate­rie weitaus intensiver be­fasst hatte als die Antragsteller.

Vorwürfe gegen die Hanauer Behörde erhebt auch der Psychiatrierechtler Thomas Saschenbrecker aus Ettlin­gen: Sie habe sich „nicht einmal über die genaue Symptomatik des Münch­hausen-by-Proxy-Syn­droms und über die Grunderkrankun­gen der Kinder informiert“ und es zu­dem unterlas­sen, „die Argumente der Eltern zu prüfen und sich mit diesen auseinan­derzusetzen“, kritisierte er in einem Schreiben an Oberbürgermeis­ter Claus Kaminsky.

Für Volker Laubert von der „Aktion Rechte für Kinder“ im schwäbischen Kirchheim unter Teck ist die Ent­scheidung des Hanauer Familienge­richts mutig und wegweisend: „Wir betreuen zahlreiche Eltern in ganz Deutschland, denen Behörden wegen angeblichem MbPS die Kinder weg­genommen haben. Diese Diagnose wird immer dann gestellt, wenn Ärzte nicht mehr weiter wissen oder kriti­sche Eltern mundtot machen wollen.“ (…weiterlesen…)

http://graber-justice.de/node/59

Polizeieinsatz: Familienclan greift Sozialarbeiterinnen an

Mönchengladbach. An der Salierstraße ist gestern die Situation bei einer Inobhutnahme wegen Kindeswohlgefährdung eskaliert. Mitarbeiter des Jugendamtes wollten drei Kinder aus einer Wohnung holen. Plötzlich standen sie einem wütenden Familienclan gegenüber. Immer mehr Menschen stellten sich ihnen in den Weg und bedrohten die städtischen Mitarbeiter massiv.

Zum Schluss sollen sich 50 bis 60 Menschen auf der Straße vor dem Haus befunden haben, in dem die Familie wohnt. Die alarmierte Polizei schickte ein starkes Aufgebot. Anwohner sprachen von zehn bis 15 Streifenwagen. „Das Ordnungsamt hatte uns gerufen. Wir leisteten Amtshilfe. Das massive Polizeiaufgebot war erforderlich, weil die Situation ähnlich aggressiv war, wie man es von den libanesischen Familien-Clans kennt“, sagte ein Polizeisprecher. Allerdings handele es sich hier um eine Familie mit deutschen Wurzeln. (…weiterlesen…)

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/polizeieinsatz-familienclan-greift-sozialarbeiterinnen-an-aid-1.5284953