Skandal hat eine neue Dimension erreicht

Gelsenkirchen.   Für Peter Tertocha, den Fraktionsvorsitzenden der Grünen hat der Jugendamtsskandal eine neue Dimension erreicht.

Für Peter Tertocha, den Fraktionsvorsitzenden der Grünen hat der Jugendamtsskandal eine neue Dimension erreicht. „Dass es über Jahre eine gezielte Überbelegung des Kinderheims St. Josefs gab, von der alle Beteiligten gewusst haben“, sei seit der Aussage von Dirk Hausberg klar. Wenn der Geschäftsführer der St. Augustinus GmbH, Peter Weingarten, nun vermittele, er habe nicht gewusst, rechtswidrig zu handeln und dass er von den Ex-Jugendamtsleitern Alfons Wissmann und Thomas Frings zur Überbelegung gedrängt worden sei, zeige dies, dass die gezielte Überbelegung ein Geschäftsmodell war. (…weiterlesen…)

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/skandal-hat-eine-neue-dimension-erreicht-id11131971.html

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Oliver Wittke soll vor dem Ausschuss aussagen

Gelsenkirchen.   Die Grünen stellten den Antrag, die CDU unterstützte ihn: Ex-Oberbürgermeister Oliver Wittke soll vor dem Ausschuss zur Aufklärung des Jugendamtsskandals aussagen.

Oliver Wittke soll vor dem Ausschuss aussagen

Schriftführer wissen es: Protokolle schreiben, das ist zuweilen anstrengend – zumal, wenn es um ein Wortprotokoll in einem Untersuchungsausschuss geht. Mag sein, dass Rechtsdezernent Dr. Christopher Schmitt aus diesem Grund in seinem Vorstandsbereich 1 niemanden gefunden hat, der die Urlaubsvertretung von Birte Blankenautulland übernehmen konnte — oder wollte.

So saß Manfred Fokking auf dem Schriftführerplatz. Der aber ist im Vorstandsbereich 4 beschäftigt. Dem das Referat 51 mit seinem unrühmlich ausgeschiedenen Leiter Alfons Wissmann und seinem nicht minder „geschäftstüchtigen“ Ex-Stellvertreter Thomas Frings angehört.

Peter Tertocha (Grüne) legte den Finger in die Wunde. „Das ist formal kein glücklicher Weg. Das geht so nicht“, sagte er zu Beginn der dritten Marathonsitzung des Untersuchungsausschusses. Und erinnerte an den im Juni einstimmig gefassten Beschluss, dass eine Vertretung der Schriftführung ebenfalls aus Vorstandsbereich 1 kommen müsse. Seine Kritik, betonte Tertocha, beziehe sich aber keineswegs auf Manfred Fokking persönlich. Klaus Haertel (SPD) empfand die „pauschale Verdächtigung aller Mitarbeiter aus dem Vorstandsbereich 4 als unglaublich frech“. Und Wolfgang Heinberg (CDU) schob nach, Tertocha sei nicht „der Hüter der Moral“. Der Grüne enthielt sich – der Rest votierte einstimmig für Fokking als (einmaligen) stellvertretenden Schriftführer.

Für die SPD ein reiner Showantrag

Keine unangemeldeten Kontrollen

Stichtagserhebungen des LWL

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http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/oliver-wittke-soll-vor-dem-ausschuss-aussagen-id11131925.html

Jugendamt: gegen Eltern, gegen Kinder – und jetzt auch gegen Meinungsfreiheit – eine akute Warnung für Eltern

Wer in einer Demokratie lebt, der hat gelernt: gebe dem Staat nicht zuviel Macht, sonst wird sich diese Macht irgendwann gegen dich wenden. Darum haben wir Gewaltenteilung, bundesweit. Auch einzelnen Menschen gibt man nicht zuviel Macht: kaum einer hat eine so gefestigte Persönlichkeit und einen so starken Charakter, dass er nicht völlig von Macht ursupiert werden kann – zu einer krankhaften, psychopathischen Seele, mit entsprechenden Folgen für seine soziale Umwelt. Im Arbeitsleben – einer Bastion zunehmend feudalder Strukturen in Deutschland – kennen wir solche Gestalten nur zu oft: manchmal reicht die Beförderung zum Abteilungsleiter, um aus einem fleißigen Kollegen eine wandelnde Katastrophe zu machen. Schlimmer sind diese seelischen Deformationen allerdings dort, wo man sich um andere kümmern muss – und wo Allmachtsfantasien grenzenlos auslebbar sind.

Wir haben in Deutschland eine ganze Behörde, die – vollkommen ohne jede engere Kontrolle – Allmachtsphantasien ausleben kann, weil sie Allmacht hat: Das deutsche Jugendamt. Die Macht des Jugendamtes über das Kind sind noch größer als die Macht des Jobcenters über den Arbeitslosen (die an sich schon vollkommen unvereinbar ist mit dem Urbild der Demokratie – und der Erklärung der allgemeinen Menschenrechte): nahezu grundlos kann ein Kind aus dem Elternhaus gerissen werden, brutale Staatsgewalt kennt dort kein Erbarmen. Natürlich geschieht dies im Namen des reinen, edlen „Guten“ – wie alle Verbrechen in der Geschichte der Menschheit halten sich die Täter für absolut gute Menschen, die wirklich nur das Beste wollen. Vielen Menschen reicht dies, um sich grenzenlos gut zu fühlen … und sie haben die abwertende Bezeichnung „Gutmenschen“ deshalb auch zurecht verdient (auch wenn nicht jeder automatisch gut wird, wenn er diese „Gutmenschen“ selbst als äußerst gefährliche weil dümmliche Gestalten erkennt). Wirklich, sie können jeden DDR-Grenzer fragen, jeden SS-Hauptsturmführer, jeden Drohnenmörder: sie alle sind gute Menschen, die das Richtige tun. Weniger gute Menschen würden sich gelegentlich mal wagen, ihre eigenen Taten selbstkritisch zu hinterfragen – doch die, die mit der Macht über Leben und Tod ausgestattet sind, verzichten gerne auf den Kitzel der Lust, ihre Macht offen auszuleben.

Natürlich ist auch das Jugendamt bedingungslos „gut“, schützt – ganz gefangen im aus der Transaktionsanalyse bekannten „Drama-Dreieck“ – als edle Retter die armen Kinder vor den bösen Eltern. Es ist schon eine Ungeheuerlichkeit an sich, dass diese Behörde überhaupt existiert: a priori sieht der Staat in Eltern eine so große Gefahr, dass er eigens dazu eine Behörde ins Leben rufen muss, deren „Allmacht“ keiner speziellen Kotrolle unterliegt: sie können noch ungezügelter arbeiten als deutsche Geheimdienste. Seltsamerweise fehlen jene Ämter, die Alte, Arme und Kranke vor Gefährdungen ihres Wohls schützen vollkommen.

Ein paar Zahlen dazu: 36000 Mitarbeiter arbeiten in 600 Behörden – das sind drei Infanteriedivisionen im Kampf ums Kind … mit entsprechenden Kosten. Diesen Mitarbeitern stehen 17000 Fälle von Kindeswohlgefährdung gegenüber (sieht t-online aus dem Jahre 2014), Fälle, in denen … angeblich … das wohl der Kinder enorm gefährdet ist, weshalb das Amt eingreifen muss. Sicher: es gibt Eltern, die überfordert sind. Es gibt auch Eltern, die gemeingefährlich sind. Aber vergleichen Sie jetzt einfach mal die reine Anzahl der Kindeswohlgefährdungen mit der Zahl der amtlichen Zugriffe, die beständig neue Rekorde erreichen (siehe t-online):

2013 haben die Jugendämter 42.123 Kinder aus ihrer Familie geholt. Das waren fünf Prozent mehr als im Vorjahr und sogar 64 Prozent mehr als 2005 zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

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Der Grund für den Anstieg? Der Vater der Gesetze äußert sich da präzise:

 

https://www.nachrichtenspiegel.de/2015/11/27/jugendamt-gegen-eltern-gegen-kinder-und-jetzt-auch-gegen-meinungsfreiheit-eine-akute-warnung-fuer-eltern/

Polizei sucht den Geldvernichter von Darmstadt

Experten der Bundesbank und Beamte tun sich schwer mit dem Fall

Mit zerrissenen, geschredderten oder angekokelten Geldscheinen hat Rainer Elm jeden Tag zu tun – doch so etwas wie jetzt in Darmstadt hat der Mann vom Analysezentrum der Bundesbank in Mainz noch nicht erlebt. Seit einem Monat werden in Darmstadt immer wieder zerrissene oder zerschnittene Euro-Scheine gefunden, bislang mindestens 23 Mal. Sie lagen an verschiedenen Stellen: Mal fanden Passanten die Häufchen auf Grünstreifen oder auf der Straße, mal lagen sie vor einem Glascontainer. Es waren wertlos gemachte 50-, 100- und sogar 500-Euro-Scheine.

Die Experten bei der Bundesbank und bei der Polizei tun sich schwer mit dem Fall. Bislang wissen sie noch nicht einmal, um wie viel Geld es sich insgesamt handelt. Der Betrag von 20.000 Euro macht die Runde. „Doch das sind nur Mutmaßungen“, sagt Elm. Denn noch sind zwei Mitarbeiter der Bundesbank täglich am Puzzeln mit den mehreren tausend, jeweils nur wenige Zentimeter großen Geldschnipseln. Bis sie die Teile zusammengesetzt haben, wird es noch Wochen dauern.

„Es gibt keine Anhaltspunkte für eine Straftat“, sagt Ferdinand Derigs, Pressesprecher des Polizeipräsidiums in Darmstadt. Doch die Ermittler müssen wissen, von wem das Geld stammt. Und es beschäftigt sie die Frage: Warum macht jemand so etwas? Mit der Beantwortung hat auch der Psychologe Hans Onno Röttgers vom Marburger Universitätsklinikum seine Probleme.

„Letztlich sind alles nur wilde Spekulationen“, sagt er. Entweder sei der Geldzerstörer psychisch krank und wisse nicht, was er tue. Handele es sich um einen gesunden Menschen, seien mehrere Motive denkbar. „Wenn jemand etwas zerstört, ist das immer ein Hinweis auf Aggression. Und er will diese ganz offenbar auch sichtbar machen.“ Zudem sei das Vernichten von Geld ein gesellschaftlich verpönter Akt – vielleicht wolle der Täter damit schockieren.

Derzeit liegt der Haufen Geldschnipsel in einem Tresor des Analysezentrums in Mainz. Jeden Tag werden die Schnipsel zum Puzzeln herausgenommen. „Das Zusammensetzen von Geldscheinen ist ohnehin unsere tägliche Arbeit“, sagt Elm. Seine Mitarbeiter bekommen Scheine auf den Tisch, die zum Beispiel ein Kind zerrissen, die ein Hund als Spielzeug missbraucht hat oder die versehentlich durch einen Schredder gejagt wurden. Meistens dauert es nur fünf bis zehn Minuten, bis sie einen Geldschein halbwegs wiederhergestellt haben.

In dem Darmstädter Fall ist noch nicht einmal ein halber Geldschein komplett. „Das ist alles enorm aufwendig“, sagt Elm. Die beiden Mitarbeiter, die auf komplizierte Fälle spezialisiert sind, versuchen etwa anhand der Notennummern, das schwierige Puzzle zu lösen. Sicher sind sie, dass es sich auf keinen Fall um von der Bundesbank geschreddertes Geld handelt. „Das hätten wir sofort erkannt, zumal diese Stücke auch nur wenige Quadratmillimeter groß sind.“

http://www.nordbayern.de/panorama/polizei-sucht-den-geldvernichter-von-darmstadt-1.4680731

Der Chef der Bochumer Life Jugendhilfe, Gerd Lichtenberger, ist gestern nicht wie geplant im Landtag erschienen.

Der Chef der Bochumer Life Jugendhilfe, Gerd Lichtenberger, ist gestern nicht wie geplant im Landtag erschienen. Er hat aus gesundheitlichen Gründen abgesagt, heißt es aus dem Landtag. Lichtenberger sollte im Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend angehört werden. Dabei sollte es um die umstrittenen Auslandsmaßnahmen für Jugendliche gehen.

http://www.radiobochum.de/bochum/lokalnachrichten/lokalnachrichten/article/-16bbef0e32.html

Heilpraktiker im Drogenrausch: Neue verstörende Details

Nach Eskalation bei Tagung wird über möglichen Sekten-Hintergrund spekuliert

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich bei den beiden Organisatoren der Veranstaltung um eine Heilpraktikerin und einen Psychologen aus der Region Aachen, die sich auch mit der sogenannten Psycholyse befassen.

Dabei soll mit Hilfe von Drogen eine Art Bewusstseinserweiterung erreicht werden. Wiederholt ist es dabei in den vergangenen Jahren zu schweren Zwischenfällen gekommen. So verlief im März 2009 eine solche Sitzung in Berlin für zwei Teilnehmer tödlich. (…weiterlesen…)

http://www.nordbayern.de/panorama/heilpraktiker-im-drogenrausch-neue-verstorende-details-1.4678753

Gelsenkirchener Kinderheim machte Überbelegung zum Geschäftsmodell

Gelsenkirchen.   Ein ehemaliger Gruppenleiter berichtete Freitag in der Marathonsitzung des Untersuchungsausschusses zur Aufklärung des Jugendamtskandals.

Die Aufarbeitung der Verstrickungen zwischen dem ehemaligen Leiter-Duo des Jugendamtes und dem Kinderheim St. Josef der St. Augustinus GmbH nahm am Freitag richtig Fahrt auf: Dirk Hausberg, ehemaliger Beschäftigter im Heim und jener Mitarbeiter, der den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) 2013 über die Überbelegung der Gruppen informiert hatte, berichtete in der Sitzung des Untersuchungsausschusses frank und frei über Vorgänge hinter der Fassade von St. Josef.

Vorgänge, die den ehemaligen Leiter einer heilpädagogischen Gruppe dazu veranlassten, „zivilen Ungehorsam zu leisten“. Er habe sich endlich wehren wollen gegen das offensichtliche Diktat der Überbelegung, Sechs Kinder dürften in einer intensivpädagogischen Gruppe sein, sieben seien es in seiner oft gewesen, manchmal auch acht. Übergelaufen sei das Fass bei ihm, als er 2013 zu sieben Kindern ein achtes, „schwieriges“ Kind in die Gruppe nehmen sollte. Er weigerte sich, wurde vom Dienst suspendiert. Da war Dirk Hausberg längst bekannt, dass es sich bei der permanenten Überbelegung um ein „Geschäftsmodell“ handelt, wie es in einer Gruppenleitersitzung mit St. Augustinus-Geschäftsführer Peter Weingarten genannt worden war. „Der Träger hat Frau Gresch (ehemalige Heimleiterin, d.Red.) auch gerne die Rückendeckung gegeben“, so Hausmann.

Wenn LWL-Besuch angekündigt war, wurden die Gruppen kurzfristig optisch angepasst, Betten umgebaut, Akten versteckt. „Das hat Frau Gresch organisiert“, so Hausmann. Der er im übrigen bescheinigte, sie habe Mitarbeiter eingeschüchtert: „Im Heim herrschte ein totalitäres System“. Darauf führte er auch zurück, dass die Mitarbeiter geschwiegen haben. (…weiterlesen…)

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/gelsenkirchener-kinderheim-machte-ueberbelegung-zum-geschaeftsmodell-id11128827.html#plx1618614256

Landesregierung muss hohe Standards in Jugendhilfe sicherstellen – auch im Ausland

Christian Haardt zu mangelhaften Kontrollen bei Auslandsmaßnahmen in der Jugendhilfe:

Nach dem Bekanntwerden von erheblichen Unregelmäßigkeiten rund um die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Auslandsheimen, hat die CDU-Landtagsfraktion eine Expertenanhörung beantragt. Dazu erklärt Christian Haardt für die CDU-Landtagsfraktion:

„Die skandalösen Vorfälle in einigen Jugendämtern haben gezeigt, dass es erhebliche Kontrolllücken bei der Unterbringung von Kindern und Jugendlichen im Ausland gibt. Dies haben heute die Sachverständigen bestätigt. Auch wurde deutlich, dass die Landesjugendämter viel stärker als bisher über die Situation der Jugendlichen im Ausland informiert werden müssen. Einrichtungen im Ausland, in denen Kinder aus Deutschland untergebracht sind, müssen verpflichtet werden, den Landesjugendämtern entsprechend zu berichten. Zugleich muss die Landesregierung dafür Sorge tragen, dass die Landesjugendämter die ihnen übertragenen Aufgaben bewältigen können. (…weiterlesen…)

http://www.cdu-nrw-fraktion.de/landesregierung-muss-hohe-standards-jugendhilfe-sicherstellen-auch-im-ausland.html

Skandal um Jugendhilfen im Ausland:

Bessere Kontrolle der Jugendämter gefordert

  • Expertenanhörung im Familienausschuss des Landtags
  • umstrittene Erziehungsmaßnahmen im Ausland im Mittelpunkt
  • unabhängige Kontrollinstanz gefordert

Erziehung im Ausland kann eine Chance sein, da waren sich die Experten am Donnerstag (24.09.2015) im Familienausschuss des Landtags einig. Die Jugendlichen würden so aus ihrer Routine gerissen und könnten neue Erfahrungen machen. Doch die Bedingungen müssten stimmen. Und da gab es in der Vergangenheit erhebliche Defizite. Untersuchungen hatten ergeben, dass sich weniger als die Hälfte der Jugendämter die Hilfseinrichtung im Ausland selbst angesehen hätten. Nur 50 Prozent der Betreuungen wurden demnach von Fachkräften durchgeführt, obwohl das gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Experten forderten deshalb eine unabhängige Kontrollinstanz. Auch bräuchten die Jugendlichen Beschwerdestellen, an die sie sich wenden können. Die Landesjugendämter sind im Ausland zwar nicht zuständig, Familiengerichte könnten aber über die Maßnahmen entscheiden, um Transparenz herzustellen.

Kinder nach Ungarn gebracht

 

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http://www1.wdr.de/themen/aktuell/gelsenkirchen-jugendamtskandal-102.html

Düsseldorf: Vermeintliches Mordopfer taucht nach 31 Jahren wieder auf

Als eine Studentin aus Braunschweig im Jahr 1984 plötzlich verschwand, deutete für die Polizei alles auf einen Mord hin. Die damals für tot erklärte Frau lebt aber – unter falschem Namen in Düsseldorf.

Im Juli 1984 verschwand eine 24 Jahre alte Studentin aus Niedersachsen spurlos: Die Polizei ging von einem Tötungsdelikt aus. Fast 31 Jahre später ist die heute 55-Jährige gefunden worden – lebend. Eher zufällig entdeckten Beamte die Frau in Düsseldorf, wo sie unter falschem Namen lebte, teilte die Polizei mit.

Zur Zeit ihres Verschwindens lebte die Frau in einem Studentenwohnheim in Braunschweig. Suchaktionen der Polizei blieben erfolglos. Sogar in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ wurde nach der Frau gefahndet, doch auch dort ergaben sich keine Hinweise.

Die Polizei vermutete schließlich, dass die Frau umgebracht worden sei, und leitete Ermittlungen ein. Erhärtet wurde dieser Verdacht damals auch dadurch, dass ein Jahr zuvor ein Mädchen in einem Waldstück bei Wolfsburg getötet worden war. Nachdem die Polizei den Täter ermittelt hatte, gab dieser an, auch die vermisste Studentin aus Braunschweig getötet zu haben. Ende 1989 wurde die Frau offiziell für tot erklärt.

Frau will keinen Kontakt zur Familie

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http://www.spiegel.de/panorama/justiz/duesseldorf-vermeintliches-mordopfer-taucht-nach-31-jahren-wieder-auf-a-1054608.html

Was eine Syrerin auf dem deutschen Arbeitsmarkt erlebt

Pharma-Managerin Rayan M. ist aus Syrien nach Deutschland eingewandert. Ausgebildet und berufserfahren. Doch bis sie einen Platz als Praktikantin ergattert, muss sie einige Hürden überwinden.

Rayan M.s Flucht beginnt mit einer Kündigung. Vier Jahre lang hatte sie in der Niederlassung eines US-Pharma-Unternehmens in Damaskus als Produktmanagerin gearbeitet. Dann erhielt ihr Arbeitgeber von der US-Regierung die Anweisung, das operative Geschäft in Syrien einzustellen. M. mochte ihre Arbeit und Kollegen, doch ihren Job gab es nun nicht mehr. Und mit ihrer Arbeitsstelle verlor M. auch den letzten Grund, in ihrer Heimat zu bleiben. „In Syrien gab es keine Zukunft für mich und meine Töchter mehr“, erklärt sie Monate später in einem Café in Berlin.

M. ist eine kleine, zierliche Frau mit großen, dunklen Augen. Man sieht ihr nicht an, dass sie 36 Jahre alt ist und zwei Kinder hat. M.s Gesicht wirkt sehr jung. Doch wenn sie in ihrem sehr guten Englisch erklärt, warum sie ihre Heimat verlassen hat, merkt man, dass sie nicht mehr wirklich jung ist.

Sie hat ihre Zukunftschancen genau kalkuliert und sich bewusst für Deutschland entschieden. „Ich habe früher in anderen arabischen Ländern gearbeitet und wollte dahin zurückkehren – doch ich habe entweder keine Arbeitserlaubnis bekommen oder durfte gar nicht erst einreisen. Syrer sind in diesen Staaten nicht mehr gern gesehen“, sagt sie. Schließlich gibt sie die Suche auf und steigt einige Monate nach ihrer Kündigung in Hamburg aus einem Flugzeug. Im Pass ein Studentenvisum, im Kopf der Wunsch, in Deutschland einen Job zu finden.

Nur wenige haben keine Schulbildung

Wie M. haben sich auch Hunderttausende anderer Syrer entschieden, nach Deutschland zu kommen. Sie hoffen, hierzulande eine bessere Zukunft für sich und ihre Familie aufzubauen: fernab von Gewalt und Zerstörung in ihrem Heimatland. Ein wichtiger Teil der besseren Zukunft ist ein Arbeitsplatz. Die Ausgangslage dafür ist nicht schlecht, weil es viele freie Arbeitsplätze gibt: Allein 40.000 Ausbildungsplätze sollen im kommenden Jahr unbesetzt bleiben.

Und in diversen Branchen wie dem Gesundheitswesen, dem IT-Bereich und anderen technischen Berufen gibt es viele freie Stellen. Hinzu kommt, dass die Syrer im Durchschnitt besser gebildet sind als die Asylbewerber aus anderen Ländern, wie eine freiwillige Befragung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ergab. Daten zufolge, die zwischen Anfang 2013 und September 2014 erhoben wurden, erklärten rund 21 Prozent der Syrer, eine Fachhochschule beziehungsweise Universität besucht zu haben. 22 Prozent gaben den Besuch eines Gymnasiums und 47 Prozent den Besuch einer Grund- oder Mittelschule an. Nur wenige gaben an, gar keine Schulbildung zu haben.

Doch dem Wunsch, schnell einen Job zu finden, stehen neben sprachlichen Hindernissen auch bürokratische Komplikationen im Wege. Auf ein dreimonatiges Beschäftigungsverbot für alle Flüchtlinge folgt die Pflicht, vor Vertragsabschluss eine behördliche Arbeitserlaubnis einzuholen. Erst, wenn weitere zwölf Monate verstrichen sind oder der Antrag auf Anerkennung als Flüchtling bewilligt ist, ist der Weg in den Beruf frei. Aber die Bearbeitung dieses Antrags nimmt immer mehr Zeit in Anspruch. Flüchtlinge warten wegen des hohen Andrangs mittlerweile mehrere Monate auf ihren Bescheid.

Welche Frisur ist angemessen?

Doch es gibt auch Unternehmen, die sich dafür einsetzen, Flüchtlingen den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern. Eines von ihnen ist das Biotechnologie-Unternehmen Sartorius, das seine Zentrale in Göttingen hat. Im Rahmen einer Kooperation mit der Stadt Göttingen und dem lokalen Arbeitsamt hat das Unternehmen 14 geeignete Flüchtlinge zu sich eingeladen.

Diese konnten sich ein Bild von Sartorius machen und sich anschließend auf einen Praktikumsplatz bewerben. Elf von ihnen haben eine schriftliche Bewerbung abgegeben und daraufhin einen Praktikumsplatz angeboten bekommen. Sie fangen am 1. Oktober für drei Monate bei dem Biotechnologie-Unternehmen an. Der Aufenthaltsstatus der Menschen, die aus Syrien, Kolumbien, dem Sudan und Palästina gekommen sind, ist kein Problem, weil das Projekt in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit in Göttingen entstanden ist. Die Behörde kümmert sich bei diesen Flüchtlingen um die Arbeitserlaubnis.

Auch M. hatte sich im Juli auf einen Praktikumsplatz bei Sartorius beworben. Allerdings nicht als Teil der Kooperation zwischen Stadt und Unternehmen, sondern über persönliche Kontakte. Und auch M. wurde Anfang August zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie ihr Studentenvisum bereits aufgegeben und einen Antrag auf Anerkennung als Flüchtling gestellt, weil dies der einzige Weg ist, ihre beiden Töchter von Syrien nach Deutschland nachzuholen.

Das Ziel knapp vor Augen

Die Antragsstellung lag beim Gesprächstermin bereits über drei Monate zurück, die Beschäftigungssperre galt also nicht mehr. Vor dem Termin war M. aufgeregt: Was trägt man hier zu geschäftlichen Anlässen? Hochhackige Schuhe oder nicht? Welche Frisur ist angemessen?

Sie entschied sich schließlich für einen schwarzen Hosenanzug und schwarze Schuhe mit Absatz. Am Ende überzeugte vor allem ihr Lebenslauf. Sprachliche Hürden gab es nicht, denn die Unternehmenssprache ist Englisch. Sartorius bot ihr einen Praktikumsplatz an – und es sollte schon zwei Wochen später losgehen. M. war euphorisch. Sie schien ihrem Ziel so nahe zu sein.

Sie sollte bei einer Tochterfirma, dem Pharmazulieferer Sartorius Stedim Systems, in Nordhessen anfangen. Das Unternehmen wollte ihr ein Zimmer am Standort in Guxhagen zur Verfügung stellen. Und sobald ihr Aufenthaltsstatus geklärt wäre, sollte sie auch eine geringe Aufwandsentschädigung bekommen. Eine innerbetriebliche Regelung sieht 550 Euro monatlich für Praktikanten vor.

Wochenlanges Warten auf den Bescheid

Wird dem Antrag stattgegeben?

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http://www.welt.de/wirtschaft/article146744211/Was-eine-Syrerin-auf-dem-deutschen-Arbeitsmarkt-erlebt.html

Massenschlägerei bei Polizisten-Party

Bei einer Feier der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in der Polizeischule Alsterdorf ist es in der Nacht zum Sonnabend zu einer Massenschlägerei gekommen.

Laut NDR 90,3 hatten sich ab 20 Uhr rund 300 Polizeischüler, ihre Freunde und Angehörigen sowie Feuerwehrleute und Rettungssanitäter bei der legendären „PAZ-Fete“ vergnügt.

„PAZ“ steht für Polizeiausbildungszentrum. Die Feten in dem Zentrum neben dem Polizeipräsidium sind dafür berühmt-berüchtigt, dass dort extrem viel Alkohol konsumiert wird.

Kurz vor 2 Uhr kippte die Stimmung. Zwei Gruppen von jeweils etwa 15 Personen standen sich nach Handgreiflichkeiten gegenüber. (…weiterlesen…)

http://www.mopo.de/polizei/alsterdorf-massenschlaegerei-bei-polizisten-party,7730198,31854614.html?originalReferrer=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com

Lichtenberger wird im Landtag gehört

Eine Anhörung zum Thema Auslandsmaßnahmen in der Jugendhilfe hat der Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend des NRW-Landtages für den Donnerstag, 24. September, angesetzt. Zu den geladenen Sachverständigen gehört auch Gerd Lichtenberger, Gründer und Geschäftsführer der Bochumer Life Jugendhilfe GmbH. Er hat im Vorfeld bereits eine mehr als 50-seitige Stellungnahme eingereicht. (…weiterlesen…)

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/lichtenberger-wird-im-landtag-gehoert-aimp-id11107358.html

Ermittlungen gegen Netphener Heimleiterin

Die Siegener Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen die Leiterin eines privaten Kinderheims in Netphen. Dort waren am Montag alle 22 Kinder in Obhut genommen worden. Nach WDR-Informationen sollen sie psychisch misshandelt worden sein.

Die Staatsanwaltschaft Siegen ermittelt gegen die 52-jährige Frau, die die Heimleiterin und -Betreiberin ist, wegen des Verdachts auf Körperverletzung. Sie prüft auch, ob der Missbrauch von Schutzbefohlenen vorgelegen hat. Außerdem werde bei der Polizei eine Ermittlungskommission eingerichtet, sagte Oberstaatsanwalt Johannes Daheim am Donnerstag (10.09.2015). Laut Daheim reichen die erhobenen Vorwürfe lange zurück: „Es sind vermutlich viele Personen zu vernehmen. Mehrere Polizeibeamte werden sich mit den Vorfällen beschäftigen, um möglichst in einem angemessenen Zeitraum die Taten – wenn denn Taten begangen worden sind – aufklären zu können.“

Ehemalige Bewohner melden sich

Seitdem die Vorwürfe bekannt geworden sind, haben sich etliche ehemalige Bewohner des Heims beim Kreisjugendamt gemeldet. Auch auf der Facebook-Seite des WDR Studio Siegen meldeten sich ehemalige Bewohner und Angestellte und berichteten von ihren Erlebnissen.

„Offenbar über Jahre niemandem anvertraut“

 

„In der Form noch nicht erlebt“

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http://www1.wdr.de/studio/siegen/themadestages/kindeswohlgefaehrdung-netphen-100.html

Stellungnahme des Kreisvorsitzenden Christian Haardt zur Eiskirch-Lichtenberger Spendenaffäre

Haardt: „Eiskirch darf sich nicht weiter wegducken!“

Nicht wirklich überraschend findet der CDU Kreisvorsitzende Christian Haardt den Umstand, dass der Inhaber der in die Kritik geratenen Firma „Life“, Herr Lichtenberger, den Oberbürgermeisterkandidaten der SPD mit einem insgesamt fünfstelligen Euro Betrag im Wahlkampf unterstützen will.

„Nach allem, was wir in der Vergangenheit in Bochum bereits erlebt haben, passt es natürlich gut ins Bild, wenn ein Unternehmer der von Aufträgen durch diese Stadtverwaltung profitiert, durch seine Spende vermutlich sicherstellen will, dass ihm auch die mögliche künftige Stadtführung gewogen ist.“ kommentierte Haardt den eigentlichen Spendenvorgang.

„Unverständlich ist für mich aber die völlige Instinktlosigkeit des damaligen SPD-Vorsitzenden und heutigen OB Kandidaten Thomas Eiskirch beim Umgang mit dieser Spende“  so Haardt weiter. „Selbst wenn es richtig sein sollte, dass die Spende des Ehepaars Lichtenberger vor Bekanntwerden der Vorwürfe gegen die „Life GmbH“ erfolgt ist, bleibt trotzdem unverständlich, dass die Spende danach nicht unverzüglich zurückgegeben wurde.“ (…weiterlesen…)

http://www.cdu-ratsfraktion-bochum.de/mitteilung-lesen/items/stellungnahme-des-kreisvorsitzenden-christian-haardt-zur-eiskirch-lichtenberger-spendenaffaere.html

Kinderklau durch Inobhutnahme

Beitrag bei Frontal 21 – falsche Gutachten vor Familiengerichten

Gestern Abend wurde wieder einmal in der Presse über die katastrophale Qualität der Gutachten in Verfahren wegen Sorgerecht und Umgangsrecht berichtet. In dem Bericht von Frontal 21 – Gutachten im Sorgerecht und Umgangsrecht wurde auch über einen unserer Fälle berichtet. Während Frau Thelen von meinem Vater Elmar Bergmann vertreten wurde, haben wir den Vater des Kindes vertreten.

Kinderklau durchs Jugendamt – eine Inobhutnahme ohne Maß und Verstand

Der Fall beinhaltet leider noch mehr Katastrophen als das völlig unbrauchbare Gutachten in dem Verfahren wegen Sorgerecht. Auch im Umgangsrecht wurde so ziemlich alles falsch gemacht, was falsch gemacht werden konnte.

Inobhutnahme statt Hilfe

Es handelt sich zunächst um eine Inobhutnahme durch das Jugendamt, welche so ziemlich alle Regeln verletzte, die es für solche Maßnahmen gibt. Statt einer Familie zu helfen, welche aufgrund äußerer Umstände stark belastet wurde, ließ sich das Jugendamt ohne jegliche Prüfung auf die wilden und übertriebenen Beschreibungen einer extrem jungen und unerfahrenen Familienhelferin ein. Im Verfahren wegen Sorgerecht wurde durch das OLG später festgestellt, dass ein einfaches Gespräch mit dem Vater und den Familienhelfern die meisten Probleme hätte beheben können. Allerdings ist der Vater Niederländer und spricht nur schlecht deutsch, man hätte sich also schon die Mühe machen müssen, vor der Inobhutnahhme durch das Jugendamt mittels eines Dolmetschers die Fakten zu klären. Stattdessen wurden die Aussagen der unerfahrenen Kraft genauso ungeprüft übernommen, wie die Erzählungen einer unter postnatalen psychischen Problemen und enormem familiären Stress leidenden Mutter. Keiner der Mitarbeiter des die Inobhutnahme durchführenden Jugendamtes kam auf die Idee, beruhigend auf die Eltern einzuwirken oder den Vater in die Problemlösung einzubinden.

Inobhutnahme ohne Gefahr in Verzug

 

Sorgerechtsentzug ohne Grund

 

Sorgerecht entzogen – ohne Überprüfung

 

Familienpsychologisches Gutachten unbrauchbar

krimineller Kindesentzug durch das Jugendamt

Folgen für das Jugendamt?

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http://www.anwalt-kindschaftsrecht.de/inobhutnahme-kinderklau-durchs-jugendamt-sorgerecht-entzogen-ohne-grund/

Life: CDU will Prüfungsamt einschalten

Nach einem offenen Brief an Sozialdezernentin Britta Anger und einer Anfrage im Rat geht die CDU-Fraktion in Sachen „Life Jugendhilfe“ einen Schritt weiter. Sie will beantragen, dass das Rechnungsprüfungsamt „sämtliche Vorgänge untersuchen“ soll, die im Zusammenhang mit der Bochumer Jugendhilfe-Organisation und ihrem Geschäftsführer, SPD-Ratsherr Gerd Lichtenberger, stehen. „Wir wollen Klarheit, dass alles mit rechten Dingen zugegangen ist“, so Fraktionsvorsitzender Christian Haardt. Hintergrund für den Antrag seien Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Essen gegen Lichtenberger, „aber auch der Umstand, dass die Verwaltung die bisher gestellten Fragen nur unzureichend und unvollständig beantwortet hat“. (…weiterlesen…)

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/life-cdu-will-pruefungsamt-einschalten-aimp-id11072391.html#plx2123059373

Jugendamt schaltet Staatsanwalt ein

Netphen/Siegen.   Die Vorgänge um das Heim in Netphen-Salchendorf, das wegen „massiver Gefährdung des Kindeswohls“ geräumt wurde, ziehen Kreise. Nach der Veröffentlichung meldeten sich ehemalige Bewohner beim Jugendamt.

Das Jugendamt des Kreises Siegen-Wittgenstein hat am Mittwoch die Staatsanwaltschaft offiziell über Vorgänge in den Wohngruppen unterrichtet, die die Behörde dazu veranlasst hat, wegen „massiver Kindeswohlgefährdung“ Jugendliche aus dem Heim herauszuholen und sie in Obhut zu nehmen.

19 Kinder und Jugendliche waren am Montagabend in Obhut genommen worden, zwei weitere am Tag danach. Ein älterer Jugendlicher, so Torsten Manges, Sprecher der Kreisverwaltung, sei auf eigenen Wunsch in der Wohngruppe geblieben. Die Entscheidung, wo er in Zukunft betreut wird, „überlassen wir dem zuständigen Jugendamt“. Die Sieben- bis 17-Jährigen stammen nicht aus dem Kreisgebiet, sie waren von auswärtigen Jugendämtern in die Obhut des — „freien“ — Trägers gegeben worden.

Aufarbeitung der Vorkommnisse

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http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-siegen-kreuztal-netphen-hilchenbach-und-freudenberg/jugendamt-schaltet-staatsanwalt-ein-id11073391.html

Jugendamt bringt 22 Kinder aus Heim in Sicherheit

Netphen-Salchendorf.   Das Kreisjugendamt hat am Montag 22 Kinder in Obhut genommen. Sie waren in einem privaten Kinderheim untergebracht. Dort sei Kindeswohl massiv gefährdet, heißt es.

Das Kreisjugendamt hat am Montagnachmittag 22 Kinder in Obhut genommen, die bis dato in einem privaten Kinderheim in Salchendorf untergebracht waren. „Wir stellten eine massive Kindeswohlgefährdung fest“, sagte Torsten Manges, Pressesprecher des Kreises. „Einen Einsatz dieses Ausmaßes hat es in Siegen-Wittgenstein bisher nicht gegeben.“ Die Heimleitung wollte sich gegenüber dieser Zeitung nicht zu den Vorwürfen äußern.

Das Jugendamt reagierte am Montagnachmittag auf einen Hinweis, dass die Kinder dort nicht gut untergebracht sind. Die Kinder, zwischen sieben und 17 Jahre alt, werden nun in der Bereitschaftspflege in Siegen-Wittgenstein betreut. Drei weitere Kinder waren, als das Jugendamt am Montagnachmittag einschritt, nicht greifbar, sie sollen sich aktuell noch in der Einrichtung befinden. Ob diese Kinder nun auch in Obhut genommen werden, ist laut Jugendamt noch nicht geklärt.

Privater Träger

Das Heim wird privat geführt und besteht schon seit vielen Jahren. Das Landesjugendamt in Münster prüft nun, ob der Leitung die Betriebserlaubnis entzogen wird. Ein Punkt dieser Prüfung werde auch die Überbelegung sein, so Karl Donath, Pressesprecher des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Zugelassen sind 16 Plätze. Im Heim lebten jedoch nach derzeitigem Stand 25 Kinder. Außerdem wertet der LWL die Protokolle aus, die in Gesprächen mit den Kindern angefertigt wurden.

Was sich hinter den Mauern des Heimes in Salchendorf abgespielt hat, ist noch nicht bekannt. Das Jugendamt äußert sich mit Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte der Schutzbefohlenen dazu nicht. Die Entscheidung, das Kinderheim zu räumen, sei schnell getroffen worden, nachdem sich die Mitarbeiter in Gruppen mit den Kindern und Jugendlichen unterhalten hatten. Vorübergehend wurde hierfür auch die Gaststätte Zum Johannland genutzt. In den Gesprächen, die bis in den späten Abend dauerten, hätten einige Kinder dringend darum gebeten, nicht in das Heim zurückkehren zu müssen.

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http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-siegen-kreuztal-netphen-hilchenbach-und-freudenberg/jugendamt-bringt-22-kinder-aus-heim-in-sicherheit-id11071784.html

Jubel-Empfang für Flüchtlinge – folgt bald der Kater?

Essen.  Deutschland hat Tausende Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen – im Maischberger-Talk gab es auch skeptische Stimmen – folgt bald der Kater?

Deutschland empfängt die Flüchtlinge mit offenen Armen – und feiert sich selbst und sein neues Sommermärchen. Doch folgt auf den Jubel schon bald der Kater? Bei Sandra Maischberger in der ARD traf sich eine überraschend skeptische Runde.

Roger Köppel, Journalist und Neu-Politiker aus der Schweiz, gilt als jemand, der im Zweifelsfall lieber einen Freund verprellt, als einen knackigen Spruch auszulassen. Das spiegelt sich bisweilen auch in den Schlagzeilen der „Weltwoche“ wider, der Köppel als Chefredakteur vorsteht. „Schlepperkönigin Merkel“ überschrieb das Blatt kürzlich einen Kommentar, der sich sehr kritisch mit der Flüchtlingspolitik der deutschen Bundeskanzlerin auseinandersetzte. Die Deutschen, so stand da zu lesen, hätten „die Völkerwanderung nach Europa mit verschuldet“.

„Frau Merkel setzt falsche Anreize und falsche Botschaften“

Bei Maischberger wehrt sich Köppel vehement gegen den Vorwurf, ein fremdenfeindlicher Rechtsausleger zu sein. Er sagt: „Frau Merkel setzt falsche Anreize und falsche Botschaften.“ Bei der Entscheidung, die Grenze für Tausende in Ungarn gestrandete Flüchtlinge zu öffnen, habe sich die Bundesregierung über „berechtigte Ängste“ in der Bevölkerung hinweggesetzt.

Köppel: „Die Solidarität mit den Bürgern, die hier leben, wird völlig ausgeblendet. Es gibt da draußen viele ernsthafte Menschen, die sind keine Rassisten, die fragen sich: Was haben wir hier ausgelöst?“ Die Antwort schwingt unterschwellig mit – nämlich die womöglich unkontrollierbare „Völkerwanderung“, wie sie der Kommentator in Köppels Zeitschrift prognostizierte. Die Regierungen in Ungarn und anderen osteuropäischen EU-Ländern nähmen die Vorbehalten aus der Bevölkerung nur auf, mit Rassismus habe das nichts zu tun.

Bosbach sieht drohende Überforderung der Menschen

Dass dies in der Maischberger-Runde den Widerspruch der Grünen-Politikerin Claudia Roth oder des TV-Moderator Michel Friedman provozieren würde, war erwartbar. Überraschend kommt der dagegen die Unterstützung für Köppel. Etwa von Wolfgang Bosbach, Innenpolitiker der CDU. Die Grenzöffnung am vergangenen Wochenende, so Bosbach, sei „eine Einzelfallentscheidung“ gewesen, bei der es darum gegangen sei, „eine humanitäre Katastrophe abzuwenden“. Gehe dies aber so weiter, drohe „eine Überforderung“, denn es gebe auch Menschen, die sich Sorgen machten, etwa „um die Integrationskraft“ des Landes. Und das, betont der Christdemokrat, sei „nicht nur latenter Rassismus“, der sich da artikuliere.

Ähnlich sieht es Peter Robejsek, deutsch-tschechischer Politologe, der aus Prag zugeschaltet ist. Er spricht von der „gefühlten Gefahr“, die viele Menschen gerade in Osteuropa angesichts der aktuellen Flüchtlingsströme spürten. Die Regierungen nähmen dieses Gefühl ihrer Bürger auf und versuchten, „die Interessen ihrer Länder zu vertreten“.

Und noch einer tritt an diesem Abend angesichts der Jubelbilder der letzten Tage aus München, Dortmund, Berlin und anderen Städten, in denen die Züge mit den Flüchtlingen mit Applaus begrüßt wurden, kräftig auf die Euphoriebremse. Rolf-Dieter Krause, langjähriger Brüssel-Korrespondent der ARD und – anders als etwa sein Journalisten-Kollege Köppel – eigentlich ein Freund des eher bedächtigen Wortes, mahnt die Deutschen, sich „nicht an sich selbst zu besaufen“.

Solidarität mit den einheimischen Bürgern

Die Entscheidung, die Flüchtlinge ins Land zu lassen, sei zwar, so Krause weiter, „menschlich sehr anständig und richtig“ gewesen, aber auch „nicht ganz bis zum Ende gedacht“. Auch er mahnt, ähnlich wie Köppel, die „Besorgnis“ in Teilen der Bevölkerung ernst zu nehmen. Es gehe auch um die Solidarität mit den einheimischen Bürgern, denn: „Es wäre falsch, eine Belastung zu leugnen.“

Roger Köppel hat sich zu diesem Zeitpunkt bereits sichtlich entspannt im Sessel zurückgelehnt. Mit so viel Unterstützung für seine Position hatte er wohl nicht gerechnet. Er blickt in die Runde, zu Bosbach und Krause, ganz so als hätte er das Gefühl, zur Abwechslung mal ein paar neue Freunde gewonnen zu haben.

http://www.derwesten.de/kultur/fernsehen/jubel-empfang-fuer-fluechtlinge-folgt-bald-der-kater-id11072213.html

SPD geht auf Distanz zu Ratsherr Lichtenberger

Bochum.  Die SPD weist zwei Spenden vom Chef der Life Jugendhilfe und dessen Frau in Höhe von insgesamt 10 000 Euro zurück. Das wirft Fragen auf.

Die SPD Bochum geht auf Distanz zu ihrem Parteimitglied Gerd Lichtenberger, der im Zusammenhang mit individualtherapeutischen Maßnahmen seiner Life Jugendhilfe GmbH im Ausland in den Fokus der Medien und nun auch der Staatsanwaltschaft Essen gelangt ist (die WAZ berichtete). Parteivorsitzender Karsten Rudolph machte gestern öffentlich, dass der geschäftsführende Vorstand zwei im April gegebene Wahlkampfspenden von Lichtenberger und seiner Frau in Höhe von jeweils 5000 Euro nicht angenommen und mittlerweile die Rücküberweisung veranlasst habe.

„Ich habe die Notbremse gezogen, um Schaden von der Partei zu nehmen“, so Rudolph. Auslöser seien Spekulationen in Medienkreisen darüber gewesen, ob die Partei das Geld behalte oder nicht. „Das sieht zwar aus wie eine Vorverurteilung, und das tut uns auch leid“, so der SPD-Chef. Aber die Partei sei um Klarheit bemüht. Daher begrüße er die Forderung der CDU-Fraktion, alle Vorgänge im Zusammenhang mit der Life GmbH durch das Rechnungsprüfungsamt kontrollieren zu lassen. Dass die SPD damit von ihrem Ratsmitglied, das seit 1989 in der Partei und mittlerweile Vorsitzender des Stadtbezirks Süd ist, abrückt, dementiert der SPD-Chef nicht: „Wir stehen weder neben, hinter oder vor jemanden, über dessen Geschäfte wir nichts wissen.“ (…weiterlesen…)

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/spd-geht-auf-distanz-zu-ratsherr-lichtenberger-id11075120.html

Kommentar
SPD-Chef schützt den OB in spe

Vier Tage vor der Oberbürgermeisterwahl zog die SPD am Mittwoch in Sachen „Life Jugendhilfe“ die Reißleine. Wie es aussieht, ist die Abkehr von SPD-Ratsherr Gerd Lichtenberger aber gar nicht neuen Fakten in dem Skandal um die Betreuung Jugendlicher im Ausland geschuldet, sondern vielmehr der Tatsache, dass Journalisten ihre Arbeit gemacht und Wind von den Spenden bekommen haben. „Schaden von der Partei“ zu nehmen, heißt im Klartext: Wir schützen unseren OB-Kandidaten Thomas Eiskirch. (…weiterlesen…)

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Obdachloser Rollstuhlfahrer vom Hauptbahnhof: „Bitte helft mir, es wird kalt!“

Was Uwe braucht, kann jeder sehen: „Ich suche ein Zuhause“ steht auf dem schwarzen T-Shirt des Rollstuhlfahrers. Seit acht Wochen sitzt er am Nürnberger Hauptbahnhof fest. Sein Aufruf auf Facebook wurde innerhalb weniger Tage über 8.000 Mal geteilt – doch bislang ohne Erfolg. Uwe ist noch immer obdachlos. Über die immowelt.de-Initiative „Verändere Deine Stadt“ hofft der 49-Jährige, endlich Hilfe zu bekommen.

Manche Menschen schütteln mit dem Kopf, andere schauen mitleidig – aber die meisten hasten einfach an Uwe vorbei und beachten ihn nicht. Seit acht Wochen steht Uwe täglich mit seinem Rollstuhl am Osteingang des Nürnberger Hauptbahnhofs. Er lebt in einem Teufelskreis: In Obdachlosen-Pensionen wird er abgewiesen, weil es dort keine barrierefreien Zugänge gibt. „Doch ohne Meldeadresse bekomme ich auch keine Sozialleistungen“, erklärt der Frührentner. „Als EU-Rentner werden aber meine Mietkosten vom Amt übernommen.“ Deshalb sucht er jetzt über die immowelt.de-Initiative „Verändere Deine Stadt“ einen Vermieter mit Herz.

Claudia Renneberg erhält Sorgerecht zurück

Claudia Renneberg erhält das Sorgerecht für Ihren Sohn zurück. Das entschied das Familiengericht am 26. August 2015. Die Mutter aus Reichenbach im Vogtland war im September 2013 in die Schlagzeilen geraten, als sie ihren sechsjährigen Sohn Timon entführte. Exakt berichtete mehrfach über den Fall.

Der Junge musste damals bei Pflegeeltern leben, da ein fragwürdiger Gutachter in der Mutter eine Gefahr für ihr Kind sah. Die Trennung von ihrem Sohn war für die Mutter kaum zu ertragen. Claudia Renneberg entführte ihr eigenes Kind, befand sich monatelang mit ihm auf der Flucht vor den Behörden. Im Januar vergangenen Jahres stellt sie sich dann freiwillig. Von da an musste sie mit Timon unter der Aufsicht des Jugendamtes in einem Mutter-Kind-Heim leben.

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http://www.mdr.de/exakt/aktuell-renneberg100.html

Filmvorführung: Mollath – und plötzlich bist du verrückt!

Wir präsentieren als Novum in Ravensburg  und  laden ein, zum Film des Jahres über Justizverbrechen, mit anschließender Diskussion zur Situation in der Region.

Wann? Am 19. und 20. September 2015 um 13.30 Uhr
Wo?      Burgtheater, Marienplatz 4, 88212 Ravensburg

Alle reden vom Mollath-Fall in Bayern. Wer weiß von den Skandalen und Verbrechen in  BW und in der Region? Sprechen Sie mit Betroffenen und lernen Sie  durch staatliche Organe Geschädigte, unschuldig verfolgte und entrechtete Opfer persönlich kennen.

Pressestimmen:

„Drama ohne Ende!“  (6.7.2014 SZ)
„Das kennt man nur aus Diktaturen oder Kafka-Romanen“ (6.8.2013 (WAZ)
„Gefahr für das Ansehen des Rechtsstaates“ (25.7.2013 SZ)
„Justizopfer oder Paranoiker“ (28.11.2012 SZ)
„Der Mann der zu viel wusste“ (13.11.2012 SZ)
„Psychiatrie-Patient wird zum Popstar“  (8.9.2013 BILD)

Fatal: Bürger die für Mollath Partei ergreifen werden als „Mob“ bezeichnet.

Mollath-Fälle  gibt es überall – doch sie  werden noch verschwiegen…

Der Fall Mollath – einer der größten Skandale der Justizgeschichte in Bayern. Ist eine Steigerung in Baden- Württemberg möglich?

„Wenn man Ihnen alles nimmt, ist es so, als hätten Sie nie gelebt!“

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„Wir brauchen den Aufstand der anständigen Bürger“ ( Angela Merkel)

http://www.warnglocke.de/filmvorfuehrung-mollath-und-ploetzlich-bist-du-verrueckt/

Gericht hält Affäre eines Psychologen für nicht strafbar

Bochum. Ein Psychologe (35) ist nach einer Liebesaffäre mit der Mutter einer Patientin vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs freigesprochen worden.

Nach der Liebesaffäre mit der Mutter (49) einer Patientin (15) ist am Dienstag ein Bochumer Diplom-Psychologe (35) vom Landgericht vom Hauptvorwurf freigesprochen worden. Eine Oberstaatsanwältin stuft die Affäre als sexuellen Missbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs- oder Betreuungsverhältnisses ein. Sie forderte Haft auf Bewährung. Dem folgte die 8. Strafkammer aber nicht.

Im Fall „Paul“

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen (ehemaligen) „Life“-Geschäftsführer.

Dorsten Gegen den Geschäftsführer der „Life GmbH“ Bochum, Gerd Lichtenberger, ermittelt die Staatsanwaltschaft Essen wegen Betrugsverdachts. Das hat Pressestaatsanwältin Anette Milk auf Anfrage bestätigt.

Die „Life GmbH“ ist die Trägerin der Auslands-Maßnahme, die der elfjährige „Paul“ aus Dorsten wegen seines intensivpädagogischen Betreuungsbedarfs absolvieren musste. An Art und Umfang der Maßnahme scheiden sich die Geister.

Der Pflegevater des Jungen erwägt, zivilrechtlich Schadensersatz für seinen Ziehsohn zu erstreiten. Denn er stellt  die Qualität der Betreuung in Frage und sieht die Fürsorgepflicht durch den Amtsvormund verletzt. (…weiterlesen…)

http://www.dorstenerzeitung.de/staedte/dorsten/Im-Fall-Paul-Staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-Life-Geschaeftsfuehrer;art914,2807210