SPD-Politiker sagen umstrittene Demo gegen Flüchtlingsheime ab

„Genug ist genug – Integration hat Grenzen – der Norden ist voll“: Unter diesem Motto wollten drei Essener SPD-Ortsvereine gegen geplante Flüchtlingsheime protestieren. Die Aktion sorgte für erregte Diskussionen – und wurde nun abgesagt.

Nach heftiger Kritik unter anderem von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ( SPD) haben drei SPD-Ortsvereine in Essen ihren umstrittenen Aufruf zu einer Demonstration gegen geplante Flüchtlingsunterkünfte zurückgezogen. „Die Demo fällt aus“, teilte der Ortsverein Karnap am Samstagabend auf seiner Facebookseite mit. „Da die AfD und die NPD die Demo am 26. Januar als Ihre Plattform nutzen will, werden wir die Demo absagen“, erklärte der Vorsitzende des Ortsvereins, Stephan Duda. Am Sonntag waren auf der Facebookseite keine Hinweise auf die Kundgebung oder die Absage mehr aufrufbar.

Im Gespräch mit der “ WAZ“ erklärten Vorstandsmitglieder, zu der ursprünglich geplanten Aktion hätten sich Rechtsextremisten und linke Gegendemonstranten angekündigt, weshalb die Sicherheit nicht mehr zu gewährleisten sei.

„Genug ist genug – der Norden ist voll“

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http://www.stern.de/politik/deutschland/essen–spd-ortsverein-karnap-sagt-demo-gegen-fluechtlingsheime-ab-6663596.html

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SPD in Essen streitet um Demo

Essen. Nach heftiger Kritik haben drei SPD-Ortsvereine in Essen einen Protestmarsch gegen mehr Flüchtlinge abgesagt. Sie hatten für Dienstag zu einem Protestlauf im Norden der Ruhrgebietsstadt aufgerufen – unter dem Motto: „Genug ist genug – Integration hat Grenzen – der Norden ist voll.“

Am Sonntag traf sich der nordrhein-westfälische SPD-Generalsekretär André Stinka mit den drei Vorsitzenden der Ortsvereine Karnap, Altenessen und Vogelheim zu einem klärenden Gespräch. Anschließend teilte die NRW-SPD mit: „Sowohl die veröffentlichte Rhetorik im Rahmen der Bekanntgabe als auch der geplante Ablauf der Veranstaltung haben dazu geführt, dass eine vollkommen falsche Botschaft an die Bevölkerung gesendet wurde.“

Geboten sei jetzt eine „Versachlichung der aktuellen Debatte über die räumliche Verteilung“ der Flüchtlinge. Im Mittelpunkt dieser Debatte steht der Vorwurf, Flüchtlinge würden in Essen überwiegend im ärmeren Norden und nicht im wohlhabenden Süden untergebracht.

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http://www.sz-online.de/nachrichten/spd-in-essen-streitet-um-demo-3305576.html