JVA Neumünster: Virtueller Besuch für Gefangene

Briefe schreiben, zwei Stunden Besuch im Monat – und ab jetzt auch virtueller Kontakt in die Außenwelt. Die Gefangenen in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Neumünster haben seit Mittwoch eine weitere Möglichkeit, mit ihren Angehörigen zu kommunizieren. Über den Internetanbieter Skype können sie sich virtuell „besuchen“ lassen. Über das Projekt, das allerdings nur für die Mitglieder der sogenannte „Väter-Gruppe“ gilt, informierte sich Justizministerin Anke Spoorendonk (SSW).

Kontakt zur Familie ist ein Grundrecht

„Viele Angehörige haben weder die Zeit noch die finanziellen Mittel, um das Besuchskontingent in der Justizvollzugsanstalt ausschöpfen zu können“, sagte die Politikerin und fügte an: Diese neue virtuelle Besuchsmöglichkeit könne daher eine Lücke schließen und biete im Gegensatz zu Telefonaten den wichtigen „face-to-face“-Kontakt zu der Familie. Ein zu fünf Jahren Haft verurteilter Mann probierte das Angebot gleich aus – und konnte seine Angehörigen in Albanien im Video-Gespräch wiedersehen und -sprechen. Die Nutzung dieser Technik stärke einen familienorientierten Strafvollzug, sagte Spoorendonk. Der Kontakt zu Angehörigen sei ein Grundbedürfnis und Grundrecht der Inhaftierten. Gefestigte soziale Bindungen trügen auch dazu bei, die Wiedereingliederung in die Gesellschaft nach der Entlassung zu erleichtern.

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http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Neumuenster-Virtueller-Gefaengnisbesuch-via-Skype-,jvaneumuenster116.html

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