Dithmarschen : „Dringende akute Kindeswohlgefährdung“ – Jugendheim geschlossen

Tellingstedt | Im Kreis Dithmarschen ist erneut ein Jugendheim geschlossen worden. Ob es sich dabei um ein Heim in Tellingstedt handelt, wie NDR 1 Welle Nord berichtet hat, wollte ein Sprecher des Sozialministeriums am Montag aus Datenschutzgründen nicht kommentieren. Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) kündigte an, am 7. Juli das Parlament über den Fall zu informieren. Die CDU hatte dies gefordert. „Ich erläutere selbstverständlich im Sozialausschuss die Gründe für das Handeln der Heimaufsicht, die auch in diesem Fall engagiert reagiert hat – angesichts des dringenden Verdachts einer akuten Kindeswohlgefährdung“, sagte Alheit.

Der Friesenhof-Skandal schockierte im vergangenen Jahr ganz Schleswig-Holstein. Das Land zieht daraus Konsequenzen. Neben einem Untersuchungsausschuss zu dem speziellen Fall werden auch andere Heime besser kontrolliert.

Der Anwalt der Einrichtung, Trutz Graf Kerssenbrock, kündigte am Montag rechtliche Schritte an. Sein Mandant werde den Entzug der Betriebserlaubnis nicht akzeptieren, sagte Kerssenbrock

In Schleswig-Holstein haben inzwischen drei Jugendhilfeeinrichtungen ihre Betriebserlaubnis verloren – zunächst der Friesenhof im Kreis Dithmarschen im Juni 2015 unter anderem wegen menschenunwürdiger Erziehungspraktiken, dann im März 2016 eine weitere Einrichtung für Mädchen in Flensburg wegen des Verdachts des Drogenmissbrauchs und jetzt wiederum eine Jugendeinrichtung in Dithmarschen.

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http://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/dringende-akute-kindeswohlgefaehrdung-jugendheim-geschlossen-id14040556.html

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