Frankfurter Polizist wegen Geheimnisverrats an „Bild“ verdächtigt

Hat ein Frankfurter Polizist geheime Informationen an die „Bild“-Zeitung verraten? Ein Kommissar ist zurzeit suspendiert. Aber auch gegen einen „Bild“-Journalisten wird ermittelt.

Das Polizeipräsidium Frankfurt hat Ermittlungen gegen einen seiner Mitarbeiter angestoßen, der unter dem Verdacht steht, über längere Zeit interne Informationen an die „Bild“-Zeitung weitergegeben zu haben. Wie diese Zeitung erfuhr, ist der Kriminalhauptkommissar inzwischen suspendiert. Gegen ihn wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Strafrechtlich muss er sich nun wegen Verletzung von Dienstgeheimnissen verantworten.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hatte schon im Frühjahr ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, nachdem die Behörde einen Anfangsverdacht festgestellt hatte. Damals lief das Verfahren aber noch gegen unbekannt. Damit verknüpft war ein weiteres Verfahren gegen den stellvertretenden Leiter der Frankfurter „Bild“-Redaktion. Er habe die Informationen des Beamten mutmaßlich entgegengenommen. Gegen den Journalisten wurde jedoch nicht wegen Anstiftung zum Geheimnisverrat ermittelt, sondern wegen Verrats von Privatgeheimnissen und Verleumdung. Er hatte über laufende Ermittlungen gegen einen Anwalt berichtet und geschrieben, dem Mann werde Zuhälterei vorgeworfen. Der Anwalt hatte daraufhin Strafanzeige gegen die Zeitung erstattet. Tatsächlich ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Juristen wegen sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen.

Polizei antwortet nur knapp auf den Fall

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http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurter-polizist-wegen-geheimnisverrats-an-bild-verdaechtigt-14300947.html

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