Bevölkerungsschwund: Der wahre Babyboom wird arabische Eltern haben

Es gibt eine kleine Welle von 23.000 mehr Neugeborenen im Jahr 2015, keinen „Babyboom“, wie von vielen bejubelt. Immer hat sich unser Land Einwanderer geholt. Von Polen über Türken bis hin zu Syrern.

Dreiundzwanzigtausend. So viel mehr Kinder wurden 2015 gegenüber dem Vorjahr geboren. Angesichts einer Zahl mit drei Nullen scheint bei manchen der Verstand auszusetzen. 23.000 – das ist ja eine ganze Kleinstadt wie Bad Mergentheim oder Starnberg, mögen sie denken. Fast alle Medien sprechen von „Babyboom“. Die Politik geht noch weiter. Familienministerin Schwesig sieht ihre Familienpolitik bestätigt. Na gut. Politiker sind nur Verkäufer. Der Kunde aber sollte prüfen.

Das mit dem Babyboom ist natürlich kompletter Unsinn. Man muss sich nur ein paar weitere Zahlen ansehen, um wieder auf dem Boden der Realität zu landen, und zwar hart und ungebremst. Es kommen in diesem Land pro Frau geschätzt 1,47 Kinder zur Welt, 2013 waren es 1,37.

Was da gerade gefeiert wird wie eine Springflut ist in Wahrheit eine winzige Welle. Sie hat keine Bedeutung. Gar keine. Schon gar nicht kündigt sie eine Trendwende hin zu mehr Familie an. Von den 2,1 Kindern pro Frau, die erforderlich sind, um die Bevölkerung konstant zu halten, sind wir weit entfernt, und wir müssen ehrlich sein: Wir werden diese Zahl nie wieder erreichen.

Wir werden es nicht. In diesem kleinen Satz liegt die spannende Frage der Gegenwart. Wer ist eigentlich wir? Seit Jahrzehnten schrumpft das, was man in aller Vorsicht das „deutsche Volk“ nennen kann, also Deutsche, die deutsche Vorfahren hatten. Schon Ende des 19. Jahrhunderts herrschte in Deutschland Knappheit an Deutschen.

Das Wir veränderte sich stets

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https://www.welt.de/debatte/kommentare/article156758768/Der-wahre-Babyboom-wird-arabische-Eltern-haben.html

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