Jugendbetreuer wegen 108-fachen Kindesmissbrauchs verurteilt

Das Hamburger Landgericht hat einen Jugendbetreuer zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Kontakt in kirchlicher Gruppe.

Hamburg. Wegen sexuellen Missbrauchs von zwei Kindern in 108 Fällen hat das Landgericht einen Jugendbetreuer zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die Strafkammer entsprach damit der Forderung des Staatsanwalts und der beiden Nebenkläger. Der Verteidiger hatte die Strafforderung als nachvollziehbar bezeichnet. Der 43-Jährige hatte die Vorwürfe umfassend eingeräumt und die Opfer um Entschuldigung gebeten. Er nahm das Urteil sogleich an.

Das scheinbar milde Urteil stößt auf keine Kritik der Opfer. Die Anwältin des einen sagte, ihr Mandant habe sich „sehr darüber gefreut“, dass der Angeklagte sich für seine Taten entschuldigt hat. Für beide Opfer ist es laut ihrer Anwälte eine „Erleichterung“, dass der Mann ein Geständnis abgelegt hat. Im Vordergrund stehe für sie, dass die Schuld des Täters festgestellt wurde. „Das Strafmaß ist nicht so wichtig.“

Nach übereinstimmenden Angaben hatte der Angeklagte einen Elfjährigen, den er auf einem Flohmarkt kennengelernt hatte, zu sich nach Hause zum Computerspielen eingeladen und ihn dabei sexuell berührt. Innerhalb von rund drei Jahren wiederholte er das 54-mal, einmal davon auch während eines gemeinsamen Urlaubs.

Täter wendete keine Gewalt an

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http://www.abendblatt.de/hamburg/article210766727/Jugendbetreuer-wegen-108-fachen-Kindesmissbrauchs-verurteilt.html
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