Syrien: Kurden werfen Türkei Giftgasangriff in Afrin vor

Die türkische Armee soll in der nordsyrischen Enklave Afrin Giftgas eingesetzt haben. Dies berichten kurdische und syrische Medien unter Berufung auf kurdische Ärzte in der Region. Demnach wurden sechs Zivilisten mit Atembeschwerden in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Angriff soll Dorf Aranda getroffen haben.

Die Patienten haben sich übergeben und wiesen Hautausschlag und niedrigen Blutdruck als weitere Symptome auf, hieß es unter anderem bei Kurdistan 24. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete, die Türkei habe mehrere Granaten mit giftigen Substanzen auf ein Dorf in der Region gefeuert, wodurch sechs Zivilisten Erstickungssymptome bekommen hätten. Auch die in London beheimatete syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte zitierte die Mediziner in ihrem Bericht.

Von unabhängiger Seite sind diese Berichte bislang nicht zu überprüfen. Auf Videos, die vom betroffenen Krankenhaus veröffentlicht wurden, sieht man Menschen an Sauerstoffmasken. Diese zeigen aber sonst keine der typischen Anzeichen für eine Vergiftung durch Giftgas, wie etwa Zucken, Erbrechen oder Schaum vor dem Mund. (…weiterlesen…)

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-02/syrien-tuerkischer-giftgasangriff-afrin-kurden?utm_referrer=https%3A%2F%2Fzen.yandex.com

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