15-Jährige stürzt vom Balkon in den Tod: Schwere Vorwürfe nach Unglück in Neustadt

Ein Gewirr aus Stimmen, Schluchzen und wütenden Diskussionen erfüllt die Wohnung im sechsten Geschoss des Plattenbaus in der Richard-Paulick-Straße. Wie in einer Bahnhofshalle wuseln Menschen am Donnerstagnachmittag umher, öffnen Türen, telefonieren, lassen sich mit einem Seufzer auf die große weiße Ledercouch fallen. Sie können nicht glauben, dass ihre Verwandte – ein 15-jähriges Mädchen – vor wenigen Stunden vom Balkon in den Tod gestürzt ist. Offenbar aus Furcht vor Polizisten, die die Schulschwänzerin abholen und in den Jugendarrest bringen wollten.

Um 7.50 Uhr, so teilt es die Polizei in einer Erklärung mit, hätten Beamte die Wohnung, in dem das Mädchen mit Bruder und Mutter wohnte, aufgesucht, um drei Beschlüsse des Amtsgerichts wegen Schulbummelei zu vollstrecken. „Die Beamten klingelten an der Wohnungstür, woraufhin die Mutter öffnete“, sagt der Sprecher der Polizeidirektion (PD) Sachsen-Anhalt Süd, Ralf Karlstedt. „Man hat die Mutter befragt, wo das Mädchen sei.

Sie zeigte auf ein Zimmer und teilte mit, dass ihre Tochter schlafe.“ Die Beamten – drei Männer und eine Frau, allesamt Streifenpolizisten – seien dann, nachdem sie Geräusche gehört hätten, in das Nachbarzimmer gegangen. Dieses hat, wie das Zimmer der 15-Jährigen, einen Zugang zu einem gemeinsamen Balkon.

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